VN-Wirtschaftspreis für Wolfram Senger-Weiss

Markt / 09.04.2026 • 21:30 Uhr
VN-Wirtschaftspreis für Wolfram Senger-Weiss
VN-Chefredakteurin Isabel Russ, Bundeskanzler Christian Stocker (rechts) und Landeshauptmann Markus Wallner (links) überreichten Wolfram Senger-Weiss den VN-Wirtschaftspreis. VN/Paulitsch

Vorstandsvorsitzender der Logistik- und Speditionsfirma Gebrüder Weiss für unternehmerische Leistung geehrt.

SCHWARZACH Die Präsentation der VN-Top-100, der größten Arbeitgeber Vorarlbergs, die heuer beim Anlagenbau-Unternehmen und Branchen-Marktführer IMA Schelling in Schwarzach stattfand und an der über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie weitere Ehrengäste teilnahmen, fand am Donnerstagabend ihren Höhepunkt in der Verleihung des VN-Wirtschaftspreises 2026 an den Vorstandsvorsitzenden des weltweit tätigen Logistik- und Speditionsunternehmens Gebrüder Weiss, Wolfram Senger-Weiss. Überreicht wurde dem Gebrüder Weiss-CEO die Auszeichnung von Bundeskanzler Christian Stocker, VN-Chefredakteurin Isabel Russ, der stv. Chefredakteurin Hanna Reiner und Landeshauptmann Markus Wallner. Bundeskanzler Stocker verlieh Senger-Weiss außerdem eine der höchsten Auszeichnungen der Republik, das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Die historischen Wurzeln von Gebrüder Weiss reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Als “Lindauer Boten” verbanden Vorfahren der heutigen Eigentümerfamilien Senger-Weiss und Jerie zwei wichtige Handelszentren der frühen Neuzeit: Lindau und Mailand. Als die Botenlinie 1826 verstaatlicht wurde, hatte die Familie Weiss bereits den Wandel zur Spedition eingeleitet. Vier Jahre zuvor ging die Faktorei in den Alleinbesitz der Familie Weiss über und ab 1823 führte das Unternehmen den Namen “Gebrüder Weiss”. Bereits in dieser Phase kristallisiert sich ein roter Faden der Unternehmensgeschichte heraus: die innovative Anpassungsfähigkeit, wenn äußere Rahmenbedingungen und Kundenansprüche sich verändern. “Wo Umbrüche stattfinden, entstehen Chancen. Unser Anspruch war immer, diese Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen”, sagt Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss.

VN-Wirtschaftspreis für Wolfram Senger-Weiss
VN/PaulitschWirtschaftspreisträger Senger-Weiss mit Familie.

In diesem Licht ist auch die Treue zum Standort Vorarlberg zu sehen. Das Hauptquartier des bis heute familiengeführten Unternehmens ist in Lauterach, gerade hat der Logistikriese im Industriegebiet Hohe Brücke in Wolfurt das bisher größte Bauprojekt seiner Firmengeschichte abgeschlossen. Auf 30.000 Quadratmetern Fläche ist eine moderne Logistikanlage entstanden, die innovative Technologie mit leistungsfähiger IT-Infrastruktur und hohen Nachhaltigkeitsstandards verbindet. Das Hochregallager wird durch ein manuelles Lager ergänzt, auf dem ein dreistöckiges Bürogebäude für rund 300 Mitarbeitende aus IT, Logistik und weiteren Fachbereichen errichtet wurde.

VN-Wirtschaftspreis für Wolfram Senger-Weiss
Vorarlbergs größte Arbeitgeber mit dem Träger des VN-Wirtschaftspreises 2026, Wolfram Senger-Weiss, VN-Chefredakteurin Isabel Russ, Bundeskanzler Christian Stocker und Landeshauptmann Markus Wallner. VN/Paulitsch

Für Wolfram Senger-Weiss war es schon in jungen Jahren klar, dass er einmal in die Fußstapfen seiner Vorfahren treten würde und den “orange way” weitergeht. Es war für ihn keine Verpflichtung, “gedrängt wurde ich von meinen Eltern nie”, sondern “eine große Ehre, ein unglaubliches Erbe mit viel Verantwortung”, die die Aufgabe mit sich bringe, sagt er im Gespräch mit den VN – er hat die Herausforderung angenommen und führt das Unternehmen zusammen mit rund 8600 Mitarbeitenden, die an 180 Standorten in 35 Ländern tätig sind, nachhaltig in die Zukunft – und das ist kein Lippenbekenntnis: Die Mobilitäts- und Energiewende, die das Vorarlberger Unternehmen an führender Position vorantreibt. Das zeigt sich nicht nur im Einsatz von E-Lkw, sondern auch daran, dass sich der Spediteur an Großversuchen, etwa für den Einsatz von Wasserstoff-Lkw, beteiligt. Das Unternehmen hat seine Standorte energieeffizient aufgestellt und schon vor Jahren einen eigenen Windpark in Deutschland erworben. “Was Gebrüder Weiss auszeichnet, ist, dass wir uns immer treu geblieben sind: finanzielle Eigenständigkeit, Verlässlichkeit gegenüber unseren Kunden, Service Excellence und nachhaltiges Wirtschaften prägen unser Handeln. Gleichzeitig entwickeln wir uns weiter und tragen mit leistungsstarken Logistiklösungen zum Erfolg unserer Kunden bei”, resümiert der Wirtschaftspreisträger 2026.

Hochkarätige Jury

Die Jury, der die Unternehmer Franz Rauch (Rauch, Hirschmann Automotive), Jürg Zumtobel (Zumtobel Group), WKV-Präsident Karlheinz Kopf, die Preisträger der vergangenen Jahre, Josef Rupp (Rupp AG), Georg Comploj (Getzner Textil), Günther Lehner (Alpla), Michael Doppelmayr (Doppelmayr), Johannes Collini (Collini Holding), Wolfgang Blum (Haberkorn), Dieter Gruber (Rondo Ganahl), Bernhard Ölz (Meisterbäcker Ölz), Bernhard Zangerl, Handelsprofi Jürgen Sutterlüty, Zumtobel-Group-CEO Alfred Felder, Stefan Gritsch und Wolfgang Rohner (IMA Schelling), Joachim Alge und Reinhard Schertler (i+R-Gruppe) sowie VN-Herausgeber Eugen A. Russ, Chefredakteurin Isabel Russ, Hanna Reiner und Andreas Scalet (VN-Wirtschaftsredaktion) angehören, hat den VN-Wirtschaftspreis heuer zum 17. Mal verliehen.

Die Wirtschaftspreiskriterien

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Wolfram Senger-Weiss alle fünf Kriterien für die Verleihung des VN-Wirtschaftspreises in höchstem Maße erfüllt:

» Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg.

» Hohe Wertschöpfung am Standort Vorarlberg.

» Vorbildliche Firmenkultur

» Besondere soziale Verantwortung.

» Treue zum Standort Vorarlberg.

Zur Person

Wolfram Senger-Weiss
Geboren 12. Jänner 1971
Ausbildung Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), Postgraduate-Ausbildung bei INSEAD (Fontainebleau und Singapur) mit MBA-Abschluss
Familie verheiratet, drei Kinder