Diese Bank überweist neun Millionen an das Land Vorarlberg

Markt / 29.04.2026 • 15:14 Uhr
Diese Bank überweist neun Millionen an das Land Vorarlberg

Die Vorarlberger Landesbank konnte im Jahr 2025 trotz herausfordernder Bedingungen mit einem Plus von über 20 Prozent beim Ergebnis ihre stabile Entwicklung fortsetzen.

Bregenz Die Hypo Vorarlberg steht – anders als der Mitbewerb – immer im besonders hellen Licht der Politik. Ob das auch anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen für 2025 so sein wird, ist noch nicht ausgemacht. Dabei dürften sich Haupteigentümer Land über die Entwicklung freuen. Denn trotz der geopolitischen Spannungen, fortwährender wirtschaftlicher Flaute und sinkender Zinsen legten der scheidende Vorstandsvorsitzende Michel Haller sowie seine Vorstandskollegen Stephan Sausgruber und Philipp Hämmerle ein solides Ergebnis vor – mit einem IFRS-Ergebnis vor Steuern von 70,5 Millionen Euro (2024: 58,1 Millionen Euro) und einer ausgeschütteten Dividende an das Land in Höhe von 9 Millionen Euro der Gesamtdividende in Höhe von 11,7 Millionen Euro, “vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung”, erklärt Haller.

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Hypo-Vorstand präsentiert “solides Ergebnis” (v. l.): Philipp Hämmerle, Vorstandsvorsitzender Michel Haller und Stephan Sausgruber. FA/Nussbaumer

Wie die Vorstände betonen, wäre das nicht möglich gewesen, hätte sich die Hypo Bank, wie von verschiedenen Politikerinnen und Politikern gefordert, auf eine Geschäftstätigkeit ausschließlich im Land beschränkt. Dass nämlich dieses Ergebnis erzielt werden konnte, liege an der starken Diversifizierung sowohl geografisch als auch in den verschiedenen Standbeinen als Unternehmer-, Wohnbau- und Anlagebank, betont Sausgruber. So entwickelten sich die Provisionen positiv und legten auf 39,8 Millionen zu, während das Zinsergebnis aufgrund von drei Zinssenkungen um gleich 10,5 Prozent zurückging.

“Sowohl als auch”

Im Kreditgeschäft machte den Hypo-Bankern besonders der Standort St. Gallen Freude. Auch die Töchter der Bank im Leasing-, Immobilienbereich und bei Versicherungen haben positiv zum Ergebnis beigetragen. Kundinnen und Kunden könne man mit dieser Aufstellung auch eine ganzheitliche Betreuung bieten, so Philipp Hämmerle. In Summe haben die Tochtergesellschaften ein Vorsteuerergebnis von über sieben Millionen Euro erzielt. Hämmerle berichtet auch über die Weiterentwicklung der Kundenbetreuung bzw. des Services: Es gehe der Bank um das “Sowohl als auch”, weshalb man 40 Millionen Euro in den Neubau neuer Standorte investiere und zehn Millionen in die weitere Digitalisierung.

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Das Thema sei, die digitalen Services auszubauen und dabei gleichzeitig der steigenden Cyberkriminalität einen Riegel vorzuschieben, genauso wie an zentraleren Servicestandorten die persönliche Beratung zu verstärken. Dafür waren zum Abschluss des Geschäftsjahres 789 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, um 28 Vollzeitäquivalente mehr als 2024. “Der Arbeitsplatz Bank ist wieder attraktiver geworden und wir konnten Stellen nachbesetzen, was die letzten Jahre nicht so einfach war”, so Haller.

Und nochmals zur Politik: Die Regulatorik und die damit verbundenen Auflagen hemmen in der gerade schwierigen Zeit Investitionen sowohl der Privat- wie der Firmenkundschaft, klagt Haller. “Das strenge Korsett lässt es nicht zu, auf die Anforderungen der Kundinnen und Kunden einzugehen.” Das schlage durch, Insolvenzen seien an der Tagesordnung und das führe zu einer Marktkonzentration, die nicht im Sinne der Volkswirtschaft sein könne, denn “Markt bedingt Konkurrenz”.