Vorarlberg bleibt das teuerste Pflaster

Vorarlberg liegt nicht nur beim Preis an der Spitze, sondern auch beim Anteil von Neubauwohnungen.
Schwarzach Die gute Nachricht für den Vorarlberger Immobilienmarkt: Im ersten Halbjahr 2026 wurden deutlich mehr Eigentumswohnungen verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut Remax-Immospiegel wechselten österreichweit 24.106 Wohnungen den Besitzer, um 25,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Der Verkaufswert der Eigentumswohnungen stieg um 26,9 Prozent auf 7,09 Milliarden Euro.
Weniger neu errichtete Wohnungen
Doch der Aufschwung hat einen Haken: Der Anteil jener Wohnungen, die neu errichtet oder generalsaniert und von einem Bauträger verkauft wurden, ist österreichweit weiter gesunken. Er lag im ersten Halbjahr bei nur noch 23,4 Prozent. 2023 hatte dieser Anteil noch 33 Prozent betragen. In Vorarlberg liegt er bei 28,2 Prozent und ist damit in den vergangenen zwei Jahren sogar leicht gestiegen. Damit liegt Vorarlberg übrigens auch an der Spitze aller Bundesländer.
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Nichtsdestotrotz könnte die österreichweite Entwicklung aus Sicht von Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer langfristig problematisch werden. “Damit wird der Wohnungsbestand tendenziell älter, während die Nachfrage nach Wohnraum aus demografischen Gründen weiter steigt. Wenn das Angebot nicht entsprechend mitwächst, ist absehbar, dass die Preise wieder spürbar anziehen und sich diese Entwicklung auch auf die Mieten auswirken wird.”

Weniger Bürokratie
Reikersdorfer sieht daher die Politik in der Pflicht. “Weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren würden sofort helfen. Ebenso könnten finanzielle Sanierungsanreize oder steuerliche Erleichterungen für Bauträger und Erstkäufer wichtige Impulse geben.”
In Vorarlberg wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 1360 Wohnungen verbüchert. Das entspricht einem Zuwachs von 31,4 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg um 30,6 Prozent auf 506 Millionen Euro.
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Trotz der deutlich gestiegenen Zahl an Verkäufen und des höheren Umsatzes ist der durchschnittliche Wohnungspreis in Vorarlberg leicht gesunken. Käufer zahlten im ersten Halbjahr durchschnittlich 350.829 Euro für eine Wohnung, um 1,1 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vorarlberg bleibt damit aber das mit Abstand teuerste Wohnungsbundesland.