Eine Leinwandikone wird 85

Menschen / 27.12.2019 • 21:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Maggie Smith hält nichts von ihrer Berühmtheit - bis zu ihrer Rolle als Lady Violet Crawley in „Downton Abbey“ habe sie ein völlig normales Leben geführt. AP
Maggie Smith hält nichts von ihrer Berühmtheit – bis zu ihrer Rolle als Lady Violet Crawley in „Downton Abbey“ habe sie ein völlig normales Leben geführt. AP

Schauspielerin Maggie Smith steht seit über 60 Jahren auf der Bühne.

London Sie ist eine der wenigen Schauspielerinnen, die alle wichtigen Theater- und Filmpreise gewonnen haben – und das sogar mehrfach: zwei Oscars, drei Golden Globes, vier Emmys und einen Tony Award. Heute feiert die scharfzüngige Leinwandikone Maggie Smith ihren 85. Geburtstag.

Dabei ist sie vor allem für zwei Rollen bekannt: Als Hogwarts stellvertretende Schulleiterin und Quidditch-Fan Professor McGonagall unterstützte sie Harry Potter in den Kinofilmen. Und als Lady Violet Crawley, verwitwete Countess of Grantham in der Nostalgie-Serie „Downton Abbey“, die sie weltweit in die Wohnzimmer brachte. Eigentlich wollte sie im Kinofilm zur Erfolgsserie „Downton Abbey“ gar nicht mehr mitspielen – es sei denn, er begänne mit der Beerdigung ihres Charakters, der furchteinflößenden Lady Violet Crawley. „Ich könnte abkratzen, und es würde einfach mit meiner Leiche losgehen“, schlug sie dem Drehbuchautor salopp beim „BFI and Radio Times Festival“ vor.

Smith hält nichts von ihrer Berühmtheit – bis „Downton Abbey“ habe sie ein völlig normales Leben geführt. „Niemand wusste, wer zum Teufel ich war“, beschrieb sie auf dem Festival. „Ich ging ins Theater, besuchte Galerien, alles alleine.“ Smith lebt sehr zurückgezogen und hasst Interviews.

Maggie Smith wurde 1934 in Ilford bei London geboren. Ihre schottische Mutter arbeitete als Sekretärin und riet ihr lange davon ab, Schauspielerin zu werden. Doch Smith stand bereits mit 17 Jahren als Viola in Shakespeares „Was ihr wollt“ im Oxford Playhouse auf der Bühne – der Beginn einer erfolgreichen Bühnenkarriere.

1963 unterstützte sie Elizabeth Taylor und Richard Burton im Kinodrama „Hotel International“. Als ihr bester Film gilt „Die besten Jahre der Miss Jean Brodie“ (1969), für den sie mit 35 einen Oscar erhielt. 1979 wurde der zweite Oscar fällig, für ihre Nebenrolle im Drama „Das verrückte California-Hotel“.