Herbst ist Maroni- und Marktzeit

Menschen / 18.11.2020 • 21:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Reinhold Bilgeri freut sich am Farbenspiel der Natur. Apa
Reinhold Bilgeri freut sich am Farbenspiel der Natur. Apa

Die VN fragen nach: Was machen Sie, um auch zu Hause Herbststimmung aufkommen zu lassen?

Schwarzach Wenn die kalte Jahreszeit einzieht, die Tage kürzer werden und es draußen nebelig und kühl wird, schlägt das vielen Menschen auf die Stimmung. Die VN fragen nach, was Vorarlberger gegen Tristesse im November tun und wie sie gute Laune aufkommen lassen.

Bei Ex-Miss Austria Izabela Ion kommt alleine schon Herbststimmung auf, wenn sie mit ihren beiden Hunden spazieren geht. Auch ihre Wohnung dekoriert die 26-Jährige gerne, je nach Jahreszeit. „Halloween ist ein großes Thema und Kürbisse gehören natürlich dazu. Eigentlich bin ich schon fast in Winterstimmung. Ich bereite mich schon mental auf den Winter vor, mit Glühmost – weil vermutlich keine Weihnachtsmärkte stattfinden werden“, sagt die Lauteracherin. 

„Was immer wichtig ist, sich jeden Tag die Zeit zu nehmen im Hier und Jetzt zu sein“, sagt Christoph Hackspiel. „Der Herbst ist eine besondere Stimmungszeit – die fallenden goldenen Blätter des Ginkgobaumes, die wärmenden Sonnenstrahlen – dort, wo man noch einmal gemütlich draußen sitzen kann. Die Kinder sind am Kürbisschnitzen, und lassen sich nicht davon abbringen, trotz des Lockdowns von Haus zu Haus zu gehen. Den Duft der Mandarinen, ganz bewusst als Herbsterlebnis spüren und trotzdem froh sein, wenn der Frühling wiederkommt. Der Herbst hat auch eine gewisse Schwere, weil es dunkler und kühler wird. In dieser Zeit, kommen wir im engsten Familienkreis zusammen und genießen das sehr“, so der Kinderdorf-Geschäftsführer.

„Meine Frau und meine Tochter haben ein sehr feines Händchen, wenn es um heimelige Atmosphäre geht“, sagt Reinhold Bilgeri. „Klar stehen da auch mal Maroni auf dem Tisch und fein drapierte Mandarinen und Apfelschalen, aber das Wichtigste ist bei uns der Blick aus dem Fenster – wir wohnen am Waldrand und können uns nicht sattsehen am farbigen Striptease der Natur“, so der vielseitig tätige Künstler aus Lochau.

Backen und kochen

Gastronomin Denise Amann dekoriert ihr Haus mit Kerzen und getrockneten Gräsern. „Licht ist in dieser Jahreszeit – und ganz speziell in Zeiten wie diesen – sehr wichtig, es erhellt und beruhigt gleichermaßen. „Ansonsten fermentiere ich Herbstgemüse, backe viel, koche Schmorgerichte, die die Seele und den Körper wärmen“, erzählt die 41-Jährige, die das Restaurant Mizzitant in Frastanz führt. Zur Entspannung macht es sich Amann auf der Couch gemütlich und hört Musik vom Plattenspieler. VN-swe, MIK

Christoph Hackspiel genießt die gemeinsame Zeit mit der Familie.

Christoph Hackspiel genießt die gemeinsame Zeit mit der Familie.

Denise Amann dekoriert das Haus und kocht wärmende Herbstgerichte. Rau
Denise Amann dekoriert das Haus und kocht wärmende Herbstgerichte. Rau
Ein Herbstspaziergang wird zum farbenfrohen Erlebnis. dpa
Ein Herbstspaziergang wird zum farbenfrohen Erlebnis. dpa

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