Wenn der Funke in Sekunden überspringt

Menschen / 01.03.2021 • 21:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Aber ja, natürlich glaube ich daran! Und immer wieder . . . der Wimpernschlag ist ja kaum zu steuern“, ist Dorit Wilhelm überzeugt. „Wenn ich an meine frühe Liebe auf den ersten Blick zurückdenke, bin ich heute froh um die Erfahrung. Aber schön war’s doch…“, so die bekannte Sprechtrainerin und langjährige Stimme der Bregenzer Festspiele. „Später habe ich festgestellt, dass es dauerhafter sein kann, sich auf den zweiten Blick zu verlieben“, erinnert sich die in Götzis lebende Moderatorin. 

„Aber ja, natürlich glaube ich daran! Und immer wieder . . . der Wimpernschlag ist ja kaum zu steuern“, ist Dorit Wilhelm überzeugt. „Wenn ich an meine frühe Liebe auf den ersten Blick zurückdenke, bin ich heute froh um die Erfahrung. Aber schön war’s doch…“, so die bekannte Sprechtrainerin und langjährige Stimme der Bregenzer Festspiele. „Später habe ich festgestellt, dass es dauerhafter sein kann, sich auf den zweiten Blick zu verlieben“, erinnert sich die in Götzis lebende Moderatorin. 

Die VN haben nachgefragt: Romantischer Mythos oder gefühlsintensive Wirklichkeit – glauben Sie an die Liebe auf den ersten Blick?

Für Felix Kalaivanan (27) lässt sich die Komplexität der Liebe kaum zu „einem Blick“ vereinfachen. „Die Idee der romantischen Liebe ist relativ modern, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte waren lange Zeit wichtiger als Schmetterlinge im Bauch“, meint der Vorarlberger Filmemacher, Dramatiker und Editor. „In krisenreichen Zeiten sorgen tradierte Narrative wie die Romantik für subjektive Sicherheit. Die zugehörigen Gefühle sind meist vielschichtig, widersprüchlich und schwer in Worte zu fassen. Eigentlich wissen wir gar nicht, wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden.“

Für Felix Kalaivanan (27) lässt sich die Komplexität der Liebe kaum zu „einem Blick“ vereinfachen. „Die Idee der romantischen Liebe ist relativ modern, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte waren lange Zeit wichtiger als Schmetterlinge im Bauch“, meint der Vorarlberger Filmemacher, Dramatiker und Editor. „In krisenreichen Zeiten sorgen tradierte Narrative wie die Romantik für subjektive Sicherheit. Die zugehörigen Gefühle sind meist vielschichtig, widersprüchlich und schwer in Worte zu fassen. Eigentlich wissen wir gar nicht, wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden.“

 „Ich erinnere mich, als ich meine Frau zum ersten Mal den Raum betreten sah: Ihr Blick, der alles um sie herum niederbrannte. Mich eingeschlossen. Ohne Warnung schlug der Liebesblitz ein“, so Autor Robert Manner-Beiter, der im März 2020 seinen Lyrikband „von Nähe weit entfernt“ veröffentlichte. „Was kümmert uns die Sorge, ob klassische Liebe zwischen Mann und Frau ohne heftiges Begehren auf den allerersten Blick denn überhaupt bestehen kann? Natürlich gibt es sie, die Liebe auf den ersten Blick“ ist der 51-jährige Thüringer überzeugt.

 „Ich erinnere mich, als ich meine Frau zum ersten Mal den Raum betreten sah: Ihr Blick, der alles um sie herum niederbrannte. Mich eingeschlossen. Ohne Warnung schlug der Liebesblitz ein“, so Autor Robert Manner-Beiter, der im März 2020 seinen Lyrikband „von Nähe weit entfernt“ veröffentlichte. „Was kümmert uns die Sorge, ob klassische Liebe zwischen Mann und Frau ohne heftiges Begehren auf den allerersten Blick denn überhaupt bestehen kann? Natürlich gibt es sie, die Liebe auf den ersten Blick“ ist der 51-jährige Thüringer überzeugt.