Freude am Laufsport vermitteln

Julia Hirzinger-Föger trainiert beim ULC Bludenz mit Kindern und Jugendlichen.
BLUDENZ Einmal in der Woche am frühen Abend treffen sich Trainer des ULC Bludenz mit Jugendlichen, um gemeinsam ein Lauftraining zu absolvieren. Es herrscht eine fröhliche Stimmung, alle jungen Läufer sind voll motiviert bei der Sache. Egal welches Wetter vorherrscht, trainiert wird das ganze Jahr über. Mit dabei ist auch immer Julia Hirzinger-Föger. Die 22-Jährige ist voller Elan. Nicht zuletzt dadurch gelingt es ihr, die Freude am Laufsport völlig authentisch zu vermitteln. Zudem strahlt die erfahrene Laufexpertin eine natürliche Autorität aus. „Mein Anspruch ist es, die Freude am Laufsport ohne viel Druck zu vermitteln. Aber eine gewisse Disziplin gehört einfach dazu, wenn man sich gesteckte Ziele erreichen möchte.“
Vater als Vorbild
Für die junge Frau ist ihr Vater sowohl beruflich als auch privat und vor allem sportlich ein großes Vorbild. „Ich war zwei Jahre alt, als ich bereits unbedingt den Laufsport erlernen wollte“, erinnert sie sich. Ihr Vater Richi Föger ist Obmann des ULC Bludenz und seit jeher ein begeisterter Läufer. Sie habe nie in irgendeiner Weise einen Druck oder Zwang vonseiten ihres Vaters erlebt, laufen zu gehen. Vielmehr habe sie immer wieder selber nachgefragt und so die Faszination am Laufsport entdeckt.
Ihren ersten Wettkampf bestritt die Bludenzerin, die in Tirol aufwuchs, bereits mit fünf Jahren: „Ich habe mir immer gewünscht, den Laufsport auch mit anderen Kindern und ausgebildeten Trainern durchführen zu können. Das war in Imst leider nicht möglich. Insofern bin ich sehr froh, mein Wissen und meine Erfahrung hier in Bludenz an Kinder und Jugendliche weitergeben zu können.“ Seit nunmehr 18 Jahren ist sie dem Laufsport eng verbunden: „Ich gehe fünf Mal in der Woche laufen, am Wochenende mache ich meistens eine Bergtour.“
Schon seit vielen Jahren gehen Vater und Tochter gemeinsam im Juli am Klopeiner See in den Urlaub: „Das ist dann immer auch ein Laufurlaub.“ Genauso wie die Teilnahme bei „Kärnten läuft“ jeweils im August inzwischen Familientradition ist.
Laufen bedeutet für die engagierte Kinder- und Jugendtrainerin in erster Linie Ausgleich und eine Form des Abschaltens, die sie sonst nicht so leicht erreicht: „Wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze, dann ist es mir umso wichtiger, am Abend noch eine Runde laufen zu gehen. Sollte ich einmal nicht dazu kommen, werde ich doch ein wenig grantig.“ Auch ihre Mutter Isabella hat sie mit ihrer Laufleidenschaft angesteckt: „Meine Mama ging früher Nordic Walken. Jetzt hat sie auch angefangen zu laufen.“
Vorbildfunktion
Nicht nur für ihre Mutter hat sie in Sachen Laufen eine Vorbildfunktion inne, sondern auch für die von ihr betreuten Kinder und Jugendlichen: „Beim Laufen entwickelt sich das Gefühl, dass gesteckte Ziele durchaus erreichbar sind. Es ist auch ein Ansporn, wenn man die Vorgaben einmal nicht erreicht, trotzdem weiterzumachen.“ Auch bei der Kreation von neuen Laufmodellen ist Julia Hirzinger-Föger immer intensiv dabei, so bietet sie neu ein Schnupper-Lauftraining für Einsteiger an: „Wenn sich jemand für den Laufsport interessiert, aber in einer Gruppe, die ständig trainiert, nicht mithalten kann, ist das nicht sonderlich aufmunternd. Deshalb haben wir hierfür ein eigenes Angebot geschaffen.“
Auch bei der Veranstaltung „Bludenz läuft“ im Juli ist sie wieder im Einsatz: „Allerdings nicht als Läuferin, sondern im Hintergrund bei der organisatorischen Abwicklung. Auch da ist genug zu tun“, bekräftigt Julia Hirzinger-Föger. BI
„Wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze, dann ist mir umso wichtiger, am Abend noch eine Runde laufen zu gehen.“



Zur Person
JULIA HIRZINGER-FÖGER
Wohnort Bludenz und Imst
Werdegang HAK-Abschluss, Gastgewerbeerfahrung, seit einem Jahr Logistik-Fachkraft in einem internationalen Unternehmen
Hobbys Laufen, Wandern, Kochen und Backen