Eine Lesung, die private Einblicke bot

Literarischer Dialog auf Augenhöhe im Theater Kosmos.
Bregenz Am Donnerstagabend fand im Theater Kosmos ein außergewöhnlicher Literaturabend statt. Monika Helfer stellte ihren ersten Gedichtband „Bitte schick mir eine Droge“ vor. Moderiert oder vielmehr begleitet wurde die Lesung von ihrem Mann Michael Köhlmeier.
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Die Vorarlberger Autorin ist für eine Sprache ohne Ausschweifungen bekannt. Gedichte schreibe sie, wie sie erzählt, seit Jahrzehnten, stets begleitet von der Frage, ob sie den eigenen Ansprüchen genügten. Am liebsten arbeite sie nachts, „da ist man frei und unverkrampft“. Die kritische Sichtung folge am nächsten Tag: „Viele kann ich dann vergessen, aber manche sind richtig schön. Gedichte schreiben gehört zum Schwierigsten überhaupt. Da muss jede Zeile passen.“

Die nun im Hanser Verlag erschienene Sammlung verzichtet bewusst auf Chronologien und Kapitel. Entstanden ist eine Auswahl verdichteter lyrischer Beobachtungen und Erinnerungen aus den vergangenen Jahren.

Das Publikum, darunter Jürgen Thaler (F.M.Felder Archiv), die Künstler Harald Gmeiner, Francesca Motta und Gernot Riedmann mit Rosmarie, Bühnenbildner Stefan Pfeistlinger, die Schauspieler Hannes Kainz, Julia Reisser und Gabriel Marrer sowie Günter Osl, Birgit Pexa, Alexandra Müller und Mechthild Bawart erlebte mehr als eine Lesung: Der Abend gewährte private Einblicke in die literarische Arbeit der beiden erfolgreichen Schriftsteller.


