Zivilcourage und Verantwortung

Bewegende Lampert-Premiere in Bregenz.
Bregenz Auf der Bühne des Vorarlberger Landestheaters fand am Samstag die Uraufführung von “Carl Lampert – Das erste Gebet” statt. Im Mittelpunkt stand der 1894 in Göfis geborene Priester Carl Lampert, der sich als Provikar der Diözese Innsbruck mutig und unbeirrbar der nationalsozialistischen Ideologie entgegenstellte.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Mehrfach verhaftet und deportiert, blieb er selbst angesichts perfider Angebote standhaft und wurde im November 1944 hingerichtet. Regisseur Hermann Weiskopf zeichnet Lampert nicht als makellosen Helden, sondern als zutiefst menschliche Figur: zerrissen, zweifelnd, aber letztlich entschlossen, seine Überzeugungen nicht zu verraten.

Nico Raschner verkörperte den 2011 seliggesprochenen Priester mit großer Intensität. An seiner Seite überzeugte ein starkes Ensemble mit Rebecca Hammermüller, Stefan Pohl, Sebastian Reusse sowie Paula Futscher und Josepha Yen.

Die Bühne und Kostüme von Matthias Strahm, das präzise gesetzte Licht von Simon Tamerl und die atmosphärische Musik von Oliver Rath verdichteten den Abend zu einer intensiven Reflexion über Zivilcourage, Widerstand und moralische Verantwortung.
Die Premierenbesucher, darunter Bischof Benno Elbs, Landesrätin Barbara Schöbi-Fink, Monika Wagner (KUGES), Gerda Herburger (Messmer Stüble) sowie Jürgen Weiss mit Tochter Katharina, bedankten sich für diese berührende Aufführung mit lang anhaltendem Applaus.



