„Die beste Entscheidung meines Lebens“ – Warum Susanna Neumayer Pathologin wurde

Köpfe von morgen 2026: Susanna Neumayer (30) aus Rankweil ist Fachärztin für Pathologie am LKH Feldkirch
Feldkirch Pathologen stehen nicht im Rampenlicht und sind doch essenziell für die Gesundheitsversorgung. Die Aussicht, in Ruhe arbeiten zu können hat auch Susanna Neumayer bewogen, sich nach dem Medizinstudium der Pathologie zuzuwenden. Im Institut für Pathologie im Landeskrankenhaus Feldkirch ist die Fachärztin eins mit dem, was täglich an Proben unter ihrem Mikroskop landet. Wobei das so nicht mehr ganz stimmt, denn auch in der Pathologie hat das digitale Zeitalter schon Einzug gehalten. Als ärztliche Leiterin des molekularpathologischen Labors ist Neumayer federführend an der Digitalisierung beteiligt.

Wie innovativ und zukunftsorientiert das Institut ist, zeigt sich ebenso daran, dass sie bereits mehrere Vorträge zur digitalen Pathologie halten durfte, unter anderem vergangenes Jahr beim Industriesymposium des European Congress of Pathology (ECP). Daneben ist Susanna Neumayer in der Ausbildung von Assistenzärzten tätig. Ihnen will sie einen guten Einstieg in diesen speziellen Beruf ermöglichen. „Auch ich wurde sehr gefördert und kann jetzt etwas zurückgeben“, sagt sie, die eine schon beachtliche Karriere in ihrem FAch hinlegte. Sich diesem Bereich zuzuwenden sei eine spontane, aber die beste Entscheidung ihres Lebens gewesen, bekräftigt sie. Am Institut in Feldkirch werden jährlich mehr als 80.000 Proben untersucht, aber nur rund 200 Obduktionen durchgeführt. Was den Unterschied zwischen Pathologie und Rechtsmedizin betrifft, hat Susanna Neumayer zuweilen Erklärungsbedarf, aber das trägt die aus dem Montafon stammende Medizinerin mit Fassung.
