Von Linien und Dimensionen

In Hard wurde eine neue Ausstellung mit Werken von Renate Krammer in der Galerie.Z eröffnet.
Hard Wenn der Punkt als erste Bewegung auf dem Weg zur Linie betrachtet wird, wie es Kandinsky getan hat, ist der Galerie.Z von Andrea und Franz Romagna mit Renate Krammer eine Punktlandung gelungen. Denn die bei Graz lebende und arbeitende Künstlerin befasst sich seit rund 20 Jahren ausschließlich mit der Linie.

Um genau zu sein, mit der waagrechten, geraden Linie. „Renate Krammer – Linien“ lautet dementsprechend schlüssig der Titel der Ausstellung. „Für mich ist die Beschäftigung mit der Linie als elementares Mittel der künstlerischen Gestaltung eine Herausforderung, da gerade mit der Reduktion auf die Linie in ihrem reinen ursprünglichen Zustand nicht Einschränkung, sondern unbegrenzte Formen und Ausdrucksmöglichkeiten entstehen“, so Krammer.

Ihre Linien zieht sie ohne Lineal, rein aus der freien Bewegung der Hand. Das Ergebnis ist niemals starr. Zudem erzielt die experimentierfreudige Kärntnerin räumliche Illusionen mit gekonnt platzierten Überlagerungen. Ihr genügt ein Strich, um das Wesentliche sichtbar zu machen, sowohl im Zweidimensionalen als auch im Dreidimensionalen. Margot Praxs Eröffnungsrede lauschten Peter Matzhold, Erhard Witzel, Roswitha Steger oder Elmar Schaber ebenso andächtig wie Ilse und Horst Aberer.


