Ein Kunstwerk im Straßenbild

Design einer Ikone: Jaguars Rückkehr zum ernsthaften Sportwagen-Hersteller.
Jaguar. Malcom Sayer entwickelte Ende der 50er-Jahre das aufregende Design, das den Jaguar E-Type später zur Ikone werden ließ. In Genf wurde der Sportwagen 1961 erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert. Seit 1996 hat der E-Type im „New York Museum of Modern Art“ einen fixen Platz als Kunstobjekt.
Heute heißt der Künstler Ian Cullum. Der 60-jährige Schotte, der am Royal College of Art in London Fahrzeugdesign studierte, hat mit dem F-Type einen legitimen Nachfolger der Legende geschaffen. Mit sinnlichen Proportionen und fantastischen Silhouetten führt Cullum, der seit 1999 Chefdesigner bei Jaguar ist, die Marke zurück auf die Erfolgsstraße.
Neue Ära bei Jaguar
Nach dem Cabrio, das bereits erfolgreich gestartet ist, fahren die Engländer jetzt das Coupé vor. Es läutet, wie erste Testfahren zeigen, eine neue Ära ein: Jaguars Rückkehr zum ernsthaften Sportwagen-Hersteller.
Unter der kunstvollen Hülle lauert eine Raubkatze, die richtig hungrig ist. Steife Karosserie, Aluminium-Leichtbau, Performance-Fahrwerk und Hochleistungsmotoren machen aus dem F-Type Coupé eine taugliche Rundstreckenwaffe.
Drei Leistungsstufen
Angesichts der Schönheit des Sportwagens erscheint es ein wenig oberflächlich, über profane Dinge wie Leistungsdaten zu sprechen. Aber sie haben in diesem Fahrzeug-Genre eben auch ihre Bedeutung. So sei erwähnt, dass es den F-Type in drei Versionen gibt. Als Baby-Katze (F-Type) mit 340 PS Leistung. Ein Sechszylinder-Aggregat sorgt im Einstiegsmodell für ordentlichen Vortrieb. 0 auf 100 in 5,3 Sekunden, Spitze bei 260 km/h. Gleicher Motor, mehr Leistung: als F-Type S gibt es eine ausgewachsene Raubkatze mit 380 PS (0 auf 100 in 4,9, Spitze 275 km/h). Richtig böse ist das Top-Modell F-Type R. Unter der langgezogenen Motorhaube ist ein Achtzylinder-Triebwerk verbaut. Aus fünf Litern Hubraum schöpft der F-Type R mächtige 550 PS Leistung. Ein Achtgang-Automatikgetriebe (Quickshift) wechselt die Gänge so schnell, wie es der englische Begriff bereits erahnen lässt. Wer lieber selbst den richtigen Gang sucht, der kann das mittels Schaltpaddles am Lenkrad tun. Kennt man aus Formel-1-Cockpits und von der Konkurrenz.
Motorsporttauglich ist die extrem direkte Lenkung und die optional erhältliche Carbon-Bremsanlage. Sie verzögert das Geschoß, dass einem ganz anders wird. Nichts für schlechte Magen.
Alltagstauglicher Rennwagen
Jaguar kann wunderschöne Autos und starke Motoren. Das hat die Marke längst gezeigt. Mit dem F-Type treten die Engländer nun den Beweis an, dass sie auch Sportwagen bauen können, die auf Rennstrecken genauso talentiert sind, wie auf gewöhnlichen Straßen. Und sie bieten höchste Alltagstauglichkeit, wie das Kofferraumvolumen von 407 Litern beweist.


Fakten
» Motoren: 3-Liter-V-6-Kompressormotor mit 340 PS (F-Type) bzw. 380 PS (F-Type S). 5-Liter-V-8-Kompressormotor mit 550 PS (F-Type R)
» Fahrleistungen: F-Type: 0 auf 100 in 5,3, Spitze 260 km/h; F-Type S: 0 auf 100 in 4,9, Spitze 275 km/h;
F-Type R: 0 auf 100 in 4,2, Spitze 300 km/h
» Preise: ab 80.100 Euro (F-Type), 95.150 Euro (F-Type S); 132.150 Euro (F-Type R).