Der neue Vito prüft die Kondition des Fahrers

Motor / 08.08.2014 • 12:56 Uhr
VN bei der Weltpremiere des neuen Vito und Vito Tourer in Berlin. Fotos: werk
VN bei der Weltpremiere des neuen Vito und Vito Tourer in Berlin. Fotos: werk

Vorderrad, Hinterrad, Allrad: (Fast) alles ist möglich im variantenreichen Mercedes Vito.

Mercedes. Vorerst kennen wir den neuen „Kostenzwerg, Nutzlastriesen und Sicherheitsexperten“ nur vom Laufsteg. Im „Alten Kraftwerk“ zu Berlin zelebrierte Mercedes die statische Weltpremiere des feschen Verwandlungskünstlers. Der Vito, sprach ein mit der aktuellen Mercedes-Lage rundum zufriedener Konzernchef Dieter Zetsche, sei das Beste, was an Mid-Size-Vans derzeit zu haben ist. Und das mit Bestimmtheit.

Streber aus Baskenland

Kommt aus dem baskischen Vitoria, verkörpert aber schwäbische Tugenden noch viel mehr als seine Vorgänger. Schon als Kastenwagen ist er ein Streber, der bei Handwerkern, Gewerbetreibenden, Dienstleistern oder bei Taxiunternehmern Eindruck schindet. Unter anderem mit einer enormen Fülle von Sicherheits- und Assistenzsystemen. Serienmäßig in allen Vito-Modellen sind der Müdigkeitswarner und der Seitenwind-Assistent. Zudem stehen ein aktiver Parkassistent, ein Abstandswarner und ein Totwinkelassistent in der Aufpreisliste.

Der Müdigkeitswarner „Attention Assist“ zieht aus verschiedenen Parametern Rückschlüsse auf die Kondition des Fahrers und mahnt zu Pausen, falls der automatische Fitnesstest negativ verläuft. Der Seitenwind-Adjutant, verspricht Mercedes, kompensiere die Einflüsse von Windböen nahezu vollständig.

Im neuen Vito arbeiten mehr Helfer als in jedem anderen Lastenträger seiner Klasse. Will schließlich auch in die weite Welt hinaus. Ein neues Vito-Werk entsteht in Argentinien.

Der mit enormem Aufwand auf ein hohes Sicherheits- und Qualitätsniveau hin entwickelte Lastenträger bietet sich als Vito Tourer auch der Großfamilie an. Trumpft dabei mit einem konkurrenzlosen Verarbeitungsniveau und Pkw-Spaltmaßnahmen auf.

Als einziger Transporter verfügt schon der Kastenwagen serienmäßig über Airbags und Gurtwarner für Fahrer und Beifahrer. Die Tourer höheren Ausstattungsniveaus haben Windowbags und Sidebags vorn. Und der Neun-Personen-Bus mit seinen Fensterairbags im Fond (maximal acht) setzt überhaupt neue Sicherheitsmaßstäbe.

Dem schwäbischen Transporter, der in zwei Radständen, drei Längen und bis zu vier Gewichtsvarianten angeboten wird, ist jetzt auch ein neues Licht aufgegangen. Er kommt auf Wunsch mit dem Intelligent Light System in LED-Technik daher.

Zwei Diesel, fünf Stufen

Unter der markanten Haube arbeiten zwei Turbodiesel in fünf Leistungsstufen. 88 bzw. 114 PS liefert der 1,6-Liter-CDI, kostengünstig, für niedriges bis mittleres Gesamtgewicht und Vorderradantrieb. Bei höheren Ansprüchen und Allradantrieb stehen 2,2-Liter-Vierzylinder mit 136, 163 oder 190 PS zur Wahl. Der Trimm erbrachte eine Einsparung an Dieselkonsum gegenüber dem Vorgänger um durchschnittlich 20 Prozent.

Ihren Teil zum Thema Kostenzwerg tragen auch die Kraftübertragung (Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebenstufen-Automatik), die neue reibungsarme Hinterachse und die elektromechanische Lenkung bei. Sparsamst: Der Vito 116 CDI BlueEfficiency verbraucht auf 100 Kilometer lediglich 5,7 Liter Diesel.

Verbesserter Qualitätseindruck im Innenraum.
Verbesserter Qualitätseindruck im Innenraum.
Lademeister mit dem Stern.
Lademeister mit dem Stern.

Fakten

Mercedes-Benz Vito

» Motoren: 1,6 l CDI (88 bzw. 114 PS), 2,2 l CDI (136, 163, 190 PS)

» Preise: Einstiegspreis ab 20.720 Euro netto. Weitere Preise noch nicht bekannt

» Markteinführung: 15. November