Von aufrichtiger Alltagstauglichkeit

Motor / 13.11.2015 • 13:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
An seinen Fähigkeiten gemessen, ist der neu durchgestylte Allrounder von Honda überallhin gut unterwegs. Fotos: vn/steurer
An seinen Fähigkeiten gemessen, ist der neu durchgestylte Allrounder von Honda überallhin gut unterwegs. Fotos: vn/steurer

Mit verfeinerter Technik gibt der Honda CR-V den pragmatischen Allrounder.

honda. Auf dem Marktplatz der praktischen Freizeitallradler herrscht dichtes Gedränge. Wer da einigermaßen aus der Masse hervorstechen will, der darf sich, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, keine Blöße geben. Das haben sie bei Honda verstanden und ihren europäischen Topseller, den CR-V, durch die jüngste Modellpflege ordentlich aufgefrischt. Indes ziert den 4,60 Meter langen Mittelklasse-SUV durch dezent vorgenommene Eingriffe an der Optik jetzt nicht nur ein sportives und ausdrucksstärker wirkendes Gesicht.

Auch unterm Blechkleid hat der japanische Familien­allrounder und Gelegenheitsabenteurer einige Neuerungen erfahren, die ihn in der Gunst junger und jung gebliebener Freizeitaktivisten weiterhin vorne mitfahren lassen sollen. Nachdem viele SUV-Fans der Verbrauchsvorteile wegen gerne einen Selbstzünder wählen, hat Honda dem zivil auftretenden Mehrkämpfer jetzt ein neues Dieselherz eingepflegt, das kräftig schlägt. Das Biturbo-Triebwerk schöpft aus nur mehr 1,6-l-Hubraum 160 PS Leistung und entwickelt ein max. Drehmoment von 350 Nm. Damit steht der Dieseltyp gut im Futter und weist gleichzeitig moderate Trinksitten auf. In Kombination mit der neuen 9-Stufen-Automatik gelingt der Vortrieb des Allradlers souverän, der 1,7 Tonner kommt ordentlich in Schwung, wenn erforderlich. Ansonsten ist der CR-V eher ein Alltagsbegleiter, der seine wahre Bestimmung in der unaufgeregt-kommoden Fortbewegung sieht. So bietet das weiterentwickelte Fahrwerk einen guten Kompromiss zwischen gesunder Straffheit und langstreckentauglichem Komfort. Lange Bodenwellen mag es weniger, da federt der SUV mitunter etwas bockig. Und in Kurven wankt sich der CR-V eher hinein, als dass er sich legt. Das dabei zu beobachtende Kopfnicken der Passagiere bedeutet in dem Fall kaum Zustimmung. Dagegen gibt es ein Lob für das großzügige Platzangebot vorne wie hinten. Im stilvoll gestalteten Innenraum u. a. mit Lederausstattung, Zweizonenklimaautomatik, Panoramaglasdach sowie modernem Infotainment-/Navi-System herrscht Wohlfühlatmosphäre vor. Infoge der eingeschränkten Rundumsicht nach hinten ist man schließlich auch froh über Parkassistenten und Rückfahrkamera an Bord.

Der CR-V verfügt über ein wuchtiges Heck.
Der CR-V verfügt über ein wuchtiges Heck.
Das Cockpit ist aufgeräumt und gut zu bedienen.
Das Cockpit ist aufgeräumt und gut zu bedienen.
Eindruck: In einem Agilitätswettbewerb dürfte der CR-V allenfalls im Mittelfeld landen. Dafür fährt er aber mit üppiger Ladekapazität und in Sachen verfügbare Technik- und Assistenzfeatures sowie zeitgemäße Multimediafunktionen ganz vorne mit.

Eindruck: In einem Agilitätswettbewerb dürfte der CR-V allenfalls im Mittelfeld landen. Dafür fährt er aber mit üppiger Ladekapazität und in Sachen verfügbare Technik- und Assistenzfeatures sowie zeitgemäße Multimediafunktionen ganz vorne mit.

Fakten

Motor/Antrieb: Reihenvierzylinder-Turbodiesel, 160 PS, 350 Nm/2000 U/min, Neustufen-Wandlerautomatik, Allradantrieb.

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 10,4 Sek., Spitze: 197 km/h, Verbrauch: 5,3 l (139 g/km CO2) Testverbrauch: 6,6 l Diesel.

Preis: AT-Modell-Basispreis: 37.995, Testauto „Executive“-Version: 47.914