Konzept, Name, Markenzeichen

22.07.2016 • 11:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Behalten hat der Porsche Panamera seinen Namen, seine Technik wurde von Grund auf erneuert. Fotos: Porsche
Behalten hat der Porsche Panamera seinen Namen, seine Technik wurde von Grund auf erneuert. Fotos: Porsche

Der neue Porsche Panamera ist in allen technischen Details neu konzipiert.

PORSCHE. Geblieben sind das Konzept – Limousine –, der Name – Panamera – und das Markenzeichen – das Zuffenhausener Wappen. Ansonsten ist alles neu an Porsches viertürigem viersitzigem Gran Turismo mit supersportlicher Ausrichtung. Das beginnt bei der Plattform. Auch hier wird auf Modularität gesetzt. Das Kürzel für die Baubasis ist MSB, Modularer Standardantriebs-Baukasten. Der soll auch andere Karosserie-Derivate, Antriebsarten und ebenso Konzern-Produkte tragen. Er kann im Bereich Bodenmitte sowohl verlängert als auch verkürzt werden.

An der Karosserie ist der Aluminiumanteil gut verdreifacht. Das betrifft sowohl die Außenhaut als auch tragende Teile. Einen höheren Leichtmetallanteil haben ebenfalls die Konstruktionen beider Achsen. Damit ist der Panamera nicht leichtgewichtiger geworden, doch konnte damit der Gewichtszuwachs durch neue Komponenten – wie etwa einem umfassenden Konvolut an Elektronik und Elektromechanik – dadurch so gut wie ausgeglichen werden.

Sportlich und familiär

Fahrwerkstechnisch konzentrierten sich die Panamera-Entwickler darauf, die Spreizung zwischen familiärem Reisekomfort und rennstreckentauglicher Supersportlichkeit noch weiter zu spannen. Neben einer Dreikammer-Luftfederung gehört dazu auch die aus anderen Porsche-Modellen bereits bekannte (optionale) Hinterradlenkung. Als Mittel gegen die Tendenz zum Seitwärtsneigen ist ein elektromechanischer Wankausgleich an Bord. Der wird über ein zusätzliches 48-Volt-Bordnetz generiert und hat unter anderem in einem anderen Konzern-Produkt – einem ganz neuen in der Luxusklasse – bereits wirksam debütiert. Vernetzt sind alle Fahrwerkssysteme durch die sogenannte 4D-Chassis-Control.

Motorisch stellt Porsche seinen Viertürer zum Marktstart dreifach auf. Für den V8-Benziner mit 550 PS (Turbo) wurde der Hubraum von 4,8 auf vier Liter reduziert. Der Vierliter-V8-Diesel mit 422 PS (4S Diesel) – er ist wie alle anderen Antriebe nun ebenfalls mit permanentem Allradantrieb kombiniert – stammt im Prinzip von der Schwestermarke mit den vier Ringen, ist jedoch für den Zuffenhausener eigens abgestimmt. Dazu kommt ein 2,9-Liter-V6-Benziner mit 440 PS (4S). Alle Aggregate haben ein neues Layout: Die Doppel-Turbos sitzen jetzt im V zwischen den Zylinderbänken. Selber schalten ist im Supersport-Granturismo (vorerst?) Vergangenheit. Alle Antriebe sind mit achtstufigem Doppelkupplungsgetriebe zusammengespannt.

Frisch angerichtet ist das Interieur-Menü, mit neuen Sitzmöbeln und neuem Knöpfe- sowie Tasten-bereinigtem Cockpit samt konfigurierbarem Anzeigeinstrumentarium. Bedienzentrale für Fahrzeugparameter und Infotainment ist ein 12,3-Zoll-Touchscreen. Neu zu haben ist neben Matrix-LED-Scheinwerfern eine Fülle an elektronischen Assistenten, darunter ist auch einer für erhöhte Nachtsichtigkeit.

Individuell ausprobieren lassen hat Porsche die Talente des neuen Panamera vorerst nur inaktiv, vom Beifahrersitz aus. Zwei Demonstrationsrunden auf dem Lausitzring bei Dresden – eine im Komfort –, eine im Sportmodus – haben mehr als Appetit aufs Selbsterfahren gemacht.

Der Viersitzer startet ab November.
Der Viersitzer startet ab November.
Neu ist das Cockpit. Die Starttaste blieb links.
Neu ist das Cockpit. Die Starttaste blieb links.

Fakten

Motoren/Antrieb/Getriebe: Diesel: 4,0-l-V8-Biturbo mit 422 PS, Benziner: 2,9-l-V6-Biturbo mit 440 PS, 4,0-l-V8-Biturbo mit 550 PS/permanenter Allradantrieb/Achtstufen-Doppelkupplungsgetriebe.

Marktstart/Preis: ab 5. November/ab 133.584 Euro (4S), ab 136.199,65 Euro (4S Diesel), ab 186.730,81 Euro (Turbo).