Einem lacht der Schalk aus den Augen

21.04.2017 • 12:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der gründlich renovierte Yaris hinterlässt bei ersten VN-Testfahrten einen erfrischenden Eindruck. Fotos: werk
Der gründlich renovierte Yaris hinterlässt bei ersten VN-Testfahrten einen erfrischenden Eindruck. Fotos: werk

Schaut ihm tief in die Augen, dem Yaris. Sein G’schau nach der Renovierung ist vielsagend.

Toyota. Nach einem umfangreichen Investitionsprogramm von 90 Millionen Euro mit über 900 Neuteilen lacht der dritten Modellgeneration der Schalk aus den neu gestalteten, schulterhoch angesetzten Augen. Der neue Yaris „für Märkte in aller Welt“ strahlt Selbstbewusstsein aus.

Der neue kleine Toyota hat nichts mehr am Hut mit dem Streichel-Image des Ur-Yaris und dessen braven Verso-Ablegern. Jetzt tritt er mit frischem, aus europäischer Hand stammendem Design ins Bild und prunkt mit einem feschen, durchgestylten Interieur.

Gutes Stück gewachsen

Toyota ging es im Wesentlichen um eine Verbesserung der Qualität, des Fahrgefühls und der Sicherheit. Die neue Qualität ist handgreiflich spürbar. Nicht nur dem schärferen Design und dem Raumangebot, auch dem Fahrgefühl kommt die Erstreckung der Länge um sechs Zentimeter auf 3,95 Meter zugute. Wirkt jetzt richtig erwachsen, der japanische Konkurrent von Polo & Co.

Auch die Kleinen kommen mittlerweile mit einer Fülle von Features daher. Der Yaris trägt dem unter anderem mit dem in allen Varianten serienmäßig inkludierten Sicherheitspaket „Toyote Safety Sense“ Rechnung. Es umfasst ein lasergesteuertes Kollisions-Warnsystem mit Notbrems-Assistent und autonomer Notbrems-Funktion, Assistenten fürs Fernlicht, zwecks Spurhaltung und für die Verkehrsschild-Erkennung. Bremst selbsttätig, falls der Lenker auf eine Warnung nicht reagiert. Dem verbesserten Insassenschutz dienen Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer auch auf den Rücksitzen. Neu konstruierte Kopfstützen beugen einem Schleudertrauma vor.

Es hat sich eben viel getan im Zuge des Investitionsprogramms. Das trifft besonders auf die Hybridversion des weiterhin im französischen Toyota-Werk in Valenciennes gebauten Yaris zu. Schnurrt jetzt brav, heult nicht mehr, wenn man ihm Leistung abverlangt. Auch das gewisse Übermaß an Vibration hat man dem Benziner mit Elektroassistent abgewöhnt. Der Hybridanteil (über 40 Prozent) wird weiterwachsen.

Überhaupt erfreut der Yaris durch einen deutlich gesteigerten Fahrkomfort und eine präzisere Lenkung.

Von Sportlichkeit mag man nicht reden, aber der neue 1,5-Liter-Benziner tritt doch mit einem deutlich höheren Drehmoment (136 Nm) und munteren 111 PS die Nachfolge des 1,3-Liter-Triebwerks an.

Sparsame Antriebe

Auch die Hybridversion kommt mit diesem Aggregat, ergänzt durch einen 45-kW-Elektromotor. Einstiegsmotor bleibt der Einliter-Dreizylinder mit 69 PS. Ergebnis des Motor-Wechsels: Verbrauch um bis zu zwölf Prozent gesenkt. Dem Hybrid schreibt Toyota die geringsten CO2-Emissionen seiner Klasse und einen kombinierten Verbrauch von nur 3,3 Litern zu.

Fünf Gänge in der 69-PS-Basisversion, sechs in Verbindung mit dem neuen 1,5 Liter
oder stufenloses CVT-Getriebe: Antriebsseitig ist das Angebot überschaubar. Diesel stehen nicht mehr am Programm.

Dafür zeigt der Power-Yaris GRMN mit seinem 210 PS starken 1,8-Liter-Turbobenziner, dass Toyota mit dem Kleinen auch rallyesportlich wieder einiges vor hat. Kommt Ende des Jahres.

Mehr Platz jetzt auch im Innenraum.
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Kleinwagen mit schickem Blechkleid.
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Fakten

Motoren: 1,0- bzw. 1,5-Liter-Benziner, 69 PS bzw. 111 PS, Hybrid; plus 45 kW-E-Motor

Preise: ab 10.990 Euro, Hybrid ab 15.090 Euro

Markteinführung: bereits erfolgt