Garantie für starke Fahrerlebnisse

Beim Type R packt Honda alles rein, was man an sportlichem Know-how zu bieten hat.
Honda. Der Power-Civic ist seit vielen Generationen Hondas Vorzeige-Sportler. Für die Japaner bildet der Type R eine ähnliche Legende wie der Golf GTI für VW. Ist auch einer der Hauptkonkurrenten in der Kategorie der Kompaktsportler, das Kraftpaket aus Wolfsburg. Was bei beiden dereinst bei knapp über 100 PS begann, hat nunmehr die 300er-Marke überschritten. Hondas Wille, der Klassenbeste zu sein, ist noch lange nicht erschöpft.
25 Jahre sind seit der Einführung des ersten Type R vergangen. Im Oktober tritt nun die jüngste Version des Power-Civic an: mit 320 PS aus seinem optimierten 2,0-VTEC-Turbo. Und mit dem Ehrgeiz, „sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke das spektakulärste Fahrerlebnis im Kompaktsportlersegment zu bieten“.
In Sachen spektakulär hat sich Honda mächtig angestrengt. Der Type R ist auf viereinhalb Meter gewachsen und tritt mit seinem mächtigen Heckspoiler, den vielen Lufteinlassöffnungen und einer Fülle von Aerodynamik-Beiwerk weit grimmiger auf als alle seine Vorgänger – und seine Mitbewerber.
Hat viel, was andere nicht haben, der Civic mit dem roten Type-R-Logo. Hat aber auch einiges nicht, was andere längst haben: Allradantrieb oder schnelle Automatikgetriebe etwa. Der Type R tritt weiterhin mit Vorderradantrieb ins Rampenlicht und hat in dieser Rolle auf der Nordschleife des Nürburgrings einen sagenhaften Fronttriebler-Rekord (7.43,8) aufgestellt.
Auch die Sechsgangschaltung löst keine Überraschungseffekte aus. Aber: Die automatische Drehzahlanpassung des Getriebes sorgt für besonders geschmeidiges Schalten, indem sie, fahrfehlerverzeihend, unerwünschte Stöße an den Zahnrädern unterbindet, die durch überhöhte oder unzureichende Drehzahlen verursacht werden. Hat nur Honda solche Finessen.
Schiebt ungeheuer an mit seiner leichten, hochsteifen
Karosserie und dem niedrigen Schwerpunkt (400 Nm ab 2500 U/min). Die neue Doppellenker-Vorderradaufhängung erhebt den Type R zum souveränen Beherrscher von Kurvenlabyrinthen.
Das Lenkgefühl und die Stabilität bei Highspeed (Spitze 272 km/h) zählen zur Extraklasse. Klingt nach übertriebenem Lob, wurde aber auf dem Lausitzring bei strömendem Regen unter Beweis gestellt. Mit dem rennsporttauglichen „+R“-Modus allerdings, der sich mit speedhemmenden Assistenzleistungen total zurückhält.
Hauch von Komfort
Nicht ganz so unerbittlich geht’s mit dem Modus „Sport“ zur Sache. Und in der neuen „Comfort“-Einstellung kommt in Tat ein Hauch von Komfort auf. In jedem Modus werden adaptives Dämpfersystem, Lenkkraft, Gangwechsel und Ansprechverhalten angepasst.
Honda-Feinheiten also, die ebenso einzigartig wie zum Teil gewöhnungsbedürftig sind. So auch der Anblick des Dreifachendrohrs. Das zartere in der Mitte dient als Honda-Innovation der Geräuschdämmung nach außen. Der Type R hat zwar eine aufregend-aufreibende Technik und ein spannendes Innenleben. Aber ein Heuler ist er nicht.


Fakten
Motor: 2,0-VTEC-Turbobenziner, 320 PS bei 6500 U/min, 400 Nm ab 2500 U/min
Preise: ab 39.990 Euro
Markteinführung: Oktober