Wolfsburger Kunstgriff

21.06.2019 • 07:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dass der T-Roc auffällt, liegt vor allem daran, dass das Designteam von VW wirklich vieles richtig gemacht hat. VN/Stiplovsek
Dass der T-Roc auffällt, liegt vor allem daran, dass das Designteam von VW wirklich vieles richtig gemacht hat. VN/Stiplovsek

Der VW T-Roc lädt dazu ein, Volkswagen unter neuen Gesichtspunkten zu betrachten.

Volkswagen Die Wolfsburger bezeichnen ihn als „das Gesicht in der Menge“. Womit sie nicht unrecht haben. Denn der T-Roc fällt auf unter vielen. Er zieht aber nicht nur reichlich neugierige Blicke auf sich, sondern lädt auch zum Plaudern ein. Egal ob an der Tankstelle, wo man wartend, bis der Durst an der Zapfsäule gestillt ist (was bei 6,6 Litern im Schnitt ein moderates Zeitfenster bedeutet), in neugierige Gespräche über den neuen Crossover verwickelt wird.

Dass er auffällt und gefällt, liegt vor allem daran, dass das Designteam von VW reichlich Mut bewiesen hat. So ist er mit seinem deutlich hervorstechenden, charakteristischen Äußeren neben dem kleineren Bruder T-Cross momentan wohl der auffälligste Vertreter der VW-Familie, ohne aber zu laut aufzuschreien. Kunststück geglückt also.

Wer es richtig markant mag, kann sich zudem bei den elf verschiedenen Außenfarben und drei Dachfarben austoben, die insgesamt 24 Farbkombinationen ermöglichen.

Aber auch von seinem Bruder VW Golf hat er einiges an DNA mitbekommen. Vor allem, was das Praktische anlangt. Alle Bedieninstrumente sind intuitiv und am richtigen Platz zu finden und auch an das optional erhältliche volldigitale neue Active Info Display gewöhnt man sich schnell. Der T-Roc ist somit ideal für den Golf-Fan, der mehr Ausblick genießen will, optisch nach Auffrischung durstet und auf ein vergleichsweise sehr gutes Platzangebot nicht verzichten will. Nachbesserungsbedarf besteht nur hinsichtlich der Dominanz von Hartplastik im Innenraum. Das ist neben dem DSG-Getriebe, das an der Ampel in Kombination mit der Start-Stopp-Funktion nicht immer eine gute Figur macht und erst spritzig funktioniert, wenn der T-Roc einmal in Fahrt ist, das einzige, was wirklich zu bemängeln wäre. Denn ansonsten legt der Diesel mit 150 PS im Test ein agiles Fahrverhalten an den Tag.

Gelungene Premiere

Somit ist der VW T-Roc nicht nur optisch gut geglückt. Auch in Anbetracht dessen, dass Premieren immer eine noch höhere Aufmerksamkeit geschenkt wird, werden somit die Erwartungshaltungen vieler perfekt erfüllt. Einem Status als Verkaufsschlager steht also nichts im Weg. VN-reh

Die sportive Note und die gebückte Haltung, gepaart mit der Höherlegung, sind eine gelungene Kombination.

Beim Platzangebot hat der Crossover im Vergleich zur Konkurrenz mehr zu bieten.
Beim Platzangebot hat der Crossover im Vergleich zur Konkurrenz mehr zu bieten.
Dass der T-Roc auffällt, liegt vor allem daran, dass das Designteam von VW wirklich vieles richtig gemacht hat. VN/Stiplovsek
Dass der T-Roc auffällt, liegt vor allem daran, dass das Designteam von VW wirklich vieles richtig gemacht hat. VN/Stiplovsek

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder-Turbodie-sel, 150 PS, 340 Nm bei 1750–3000 U/min, Allradantrieb, 7-Gang-DSG

Fahrleistung/Verbrauch 0-100 km/in 8,4 Sek., Spitze: 200 km/h, EU-Norm: 5,1 l (134 g CO2/km) Test: 6,4 l

Preis Grundpreis: 22.190 Euro, Test-auto: 44.666 Euro