Der Stecker hilft beim Spritsparen

Motor / 29.04.2021 • 13:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geräumiger Kombi mit riesigem Kofferraum und Plug-In-Hybridantrieb für umweltbewusste Kundschaft.VN/Sams
Geräumiger Kombi mit riesigem Kofferraum und Plug-In-Hybridantrieb für umweltbewusste Kundschaft.VN/Sams

Mit zusätzlicher Energie aus der Steckdose wird das Raumwunder Octavia Combi zum Effizienzmeister.

Skoda Ihn nur als den geräumigen Praktiker im Modellangebot von Skoda zu bezeichnen, würde dem Ocavia nicht gerecht. Er verkörpert die Werte der tschechischen Marke im VW-Konzern wie kaum ein anderes Fahrzeug und rückt damit in den Verkaufszahlen seinem technischen Bruder, dem Golf, gefährlich nahe. Unter den Kombis ist der Octavia in Europa ohnedies die Nummer eins. Ein Absatzflaggschiff, das vom Hersteller gehegt und gepflegt wird. In der vierten Generation fährt der Octavia ordentlich aufgebrezelt mit zeitgemäßer Technologie und umfangreichem Antriebsangebot vor. Wer die Wahl hat, hat auch die Qual: schon einmal für Skoda und einen Kombi festgelegt, gibt es für den Plug-In-Hybrid, den wir zum Test ausgefasst haben, eine echte Kaufempfehlung. Die Kombination aus 1,4-Liter Benziner und einem Elektroaggregat, die gemeinsam eine maximal Systemleistung von 204 PS bereitstellen und im Verbund mit einem Doppelkupplungsgetriebe für feinste Fahrleistungen sorgen, weist jedenfalls in die Zukunft. Ohne Strom geht bald gar nichts mehr, Stromunterstützung und einen Verbrenner für Reichweitengarantie machen den geräumigen Octavia gerade auch für längere Strecken zu einer richtig guten Alternative. Mit Verbrauchswerten, die in der Theorie unter zwei Litern liegen, je nach Streckenprofil jedenfalls moderat ausfallen, wird aus dem Lade- ein Spritsparmeister. Auf den täglichen Strecken zur Arbeit lässt sich der Octavia zudem lokal emissionsfrei fahren. Rein elektrisch sind laut Norm 60 Kilometer möglich – bis 140 km/h fährt der Kombi im Strommodus.

Das Antriebskonzept ist im VW-Konzern mittlerweile weit verbreitet, es passt prima auch zum Octavia. Das Zusammenspiel der Antriebe erfolgt harmonisch, im Fahrzeug selbst bekommt man nicht mehr mit, wer für Vortrieb sorgt oder ob Teamwork herrscht.

Der Octavia galt lange Zeit als günstige Alternative im Kombisegment. Mit der Topantriebstechnologie, die es nur in Verbindung mit Topausstattung gibt, steigt der Einstiegspreis in neue Sphären. So viel zur Schattenseite des Fortschritts. Dafür gibt es aber auch ein voll
ausgestattetes Fahrzeug, das in Sachen Infotainment, Konnektivität, Assistenzsysteme und Annehmlichkeiten eben auch in einer Topliga positioniert ist. VN-MIG

Das Zusammenspiel der Antriebe verläuft harmonisch. Je nach Streckenprofil ist der Octavia richtig sparsam.

Rein elektrisch: Bis zu einer Spitze von 140 km/h und 60 Kilometer weit.
Rein elektrisch: Bis zu einer Spitze von 140 km/h und 60 Kilometer weit.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 1,4-Liter-Benziner und E-Aggregat, 204 PS max. Systemleistung, 350 Nm, DSG, Frontantrieb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 7,7 Sek, Spitze 220 km/h, 1 bis 1,5 l Verbrauch (4,2 l im Test)

Preis ab 41.280 Euro; Testwagen: 48.417 Euro