Peugeot bricht mit Traditionellem

Motor / 16.12.2022 • 11:31 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Peugeot erfindet mit dem 408 eine neue Fahrzeuggattung. Der Mix aus SUV und Coupé-Limousine gefällt jedenfalls.werk
Peugeot erfindet mit dem 408 eine neue Fahrzeuggattung. Der Mix aus SUV und Coupé-Limousine gefällt jedenfalls.werk

Neue französische Avantgarde: 408 als Crossover-Modell mit Fastback-Silhouette.

Peugeot Der Hunger nach SUV ist gestillt. Zeit für was Neues also. Etwas, das es so noch nicht gab. Peugeot bringt mit der Neuauflage des 408 ein Auto mit „schrägem Charme“. Es ist am Ende ein Mix aus sportlichem SUV und Coupé-Limousine geworden, das mit Traditionellem der Marke bricht. Überhaupt, so der Hersteller, lässt sich das Fahrzeugkonzept mit keinem anderen am Markt vergleichen. Die Fastback-Sillhouette in dieser Ausprägung macht den 408 zum Individualisten.

Bemerkenswert ist jedenfalls, wie der Neuzugang zwar konzeptionell aus der Reihe tanzt und dennoch optisch einen so harmonischen Eindruck hinterlässt. Das mag auch an den stimmigen Proportionen liegen. Weil der Kühlergrill in Wagenfarbe gehalten ist, unterscheiden sich die Modelle ein wenig. Am gefälligen Gesamteindruck ändert das nichts. Besonders geglückt ist die Heckansicht. Und noch etwas fällt auf: In Natura wirkt der 408 deutlich größer als auf den Bildern.

Technisch basiert das neue Peugeot-Modell auf der konzerneigenen EMP2-Architektur. Die flexible Plattform erlaubt unterschiedliche Radstände. Auch die Bodenfreiheit kann variieren. Der 408 ist mit 4,69 Metern Länge und einem üppigen Radstand von 2,79 Metern am oberen Ende der C-Segment-Limousinen angesiedelt.

Der Radstand ist so etwas wie die Maßeinheit für das Platzangebot im Innenraum. So bietet das Crossovermodell sowohl vorne als auch in der zweiten Reihe reichlich Platz. Der Kofferraum stellt je nach Motorisierung im Bestfall ein Ladevolumen von 536 Litern erweiterbar auf 1611 Liter bereit.

Zwei Plug-In-Hybride

So innovativ das Fahrzeugkonzept ist, so herkömmlich sind die Antriebe. Peugeot bedient sich aus dem Konzernregal und bietet den 408 in zwei Plug-In-Hybridvarianten mit 180 bzw. 225 PS sowie einem 130 PS Benziner an. Eine rein elektrische Version soll später folgen. Wir sind das Topmodell gefahren, das bis zu 64 Kilometer ausschließlich im Strombetrieb unterwegs sein kann. Das Zusammenspiel der verschiedenen Aggregate erfolgt höchst harmonisch. Die Fahrleistungen sind jedenfalls souverän. Auch auf längeren Strecken macht der 408 eine gute Figur, wenn auch der eine oder andere Dieselfan den Selbstzünder missen wird.

Sportliches Cockpit

Die jüngste Generation des i-Cockpit mit dem kleinen Lenkrad steht für eine fahrerorientierte Ausrichtung. Das fühlt sich sportlich an. Gleichzeitig stehen die bequemen Sitze für höchsten Komfort. Die Bedienung ist intuitiv. Eine cleveren Erfindung sind Touchflächen unterhalb des Bildschirms, die individuell konfigurierbar sind. Aufgerüstet hat Peugeot zudem bei den Fahrerassistenzsystemen, deren 30 jetzt verfügbar sind.

Er mag etwas anders aussehen, im Fahrbetrieb bietet der 408 aber bekannte Kost – und das im besten Sinne des Wortes. VN-MIG

Besonders schick: Die Heckansicht des neuen Peugeot 408.
Besonders schick: Die Heckansicht des neuen Peugeot 408.
Die jüngste Generation des i-Cockpits mit dem kleinen Lenkrad.
Die jüngste Generation des i-Cockpits mit dem kleinen Lenkrad.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 2 Plug-In-Hybride mit 180 PS und 225 PS, 8-Gang-Automatik.

Abmessungen 4,69 Meter lang, 1,85 Meter breit und 1,49 Meter hoch

Preise ab 37.920 Euro (Benziner), 49.410 Euro (Plug-In mit 180 PS), 52.160 Euro (Plug-In mit 225 PS)

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