Kaspar Sutterlüty: Das Sägewerk war seine Welt

Kaspar “Kaba” Sutterlüty aus Egg war ein Leben lang mit Leib und Seele Holz- und Sägereifachmann, aber auch in Sport und Musik engagiert.
Von Gertrud Geser
Egg Am 12. Mai tat Kaspar Sutterlüty nach langem Erdenleben im Beisein seiner Angehörigen den letzten Atemzug. Geboren am 14. August 1931 als sechstes von acht Kindern der Eltern Kaspar und Elisabeth Sutterlüty in Egg, durfte er in der Großfamilie eine unbeschwerte Kindheit erleben, was in dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit war. In die Schule zu gehen war für ihn kein Vergnügen, sei es die Volksschule oder danach die Handelsschule in Bregenz. Viel lieber half er daheim im Sägewerk mit. Das war seine Welt, in der es immer etwas zu tun gab. Vom 15. Lebensjahr bis zur Pensionierung mit 60 Jahren war er durchgehend im familieneigenen Sägewerk tätig.

Familienvater
Seine Angelika lernte er bei der Kilbe im Oberbad in Großdorf kennen. Nach fünf Jahren Stubat wurde 1962 Hochzeit gefeiert. Drei Kinder bereicherten diese Verbindung: Fred, Manuela und Rainer brachten den Eltern viel Freude und sorgten inzwischen für eine große Nachkommenschaft mit den sechs Enkelkindern Julian, Hanna, Benjamin, Nadine, Claudio und Lisa und den zwei Urenkeln Lea und Felix. Die lange Treue der guten Ehe von Kaspar und Angelika wurde im Jahr 2022 mit dem Fest der Diamantenen Hochzeit im Familienkreis gefeiert.

Engagiert in Freizeit und Sport
“Kaba”, wie er von vielen genannt wurde, war ein sehr geselliger Mensch und freute sich an Festen und ausgedehnten Jassabenden. Als aktiver Sportler in mehreren Vereinen wie Turnverein, Skiclub und Tennisclub übernahm er auch ehrenamtlich viele verschiedene Funktionen beim Winter- und Sommersport, wie die Mitwirkung bei der Zeitnahme diverser Skirennen in der Schetteregg. Zudem war er als Rettungsschwimmer im Einsatz. Wo man ihn brauchte, war Kaba zur Stelle. Außer dem Sport liebte er das Jassen, das Fischen und das Spiel auf der Klarinette beim Musikverein Egg, dem er 31 Jahre lang angehörte.

Trotz seiner Bekanntheit und seiner großen Leistungen im Dienste der Allgemeinheit blieb er immer bescheiden. Als sich mehr und mehr altersbedingte Beschwerden einstellten, wurde Kaspar von seiner Angelika jahrelang betreut und gepflegt und konnte so, seinem Wunsch entsprechend, daheim still und friedlich einschlafen – kurz vor der Vollendung seines 95. Lebensjahres. Dankbar schauen seine Angehörigen zurück auf seinen Humor bis an sein Lebensende, seine Toleranz und die vorgelebten Werte.

Die Totenwache wurde von Hanspeter Sutterlüty mit den Sängerinnen Vera und Katja und die Messfeier mit Verabschiedung von Pfarrer Friedl Kaufmann mit dem Musikverein Egg unter Mitwirkung der Familienangehörigen gestaltet. Ehrende und dankbare Worte sprachen Markus Sutterlüty für die Handwerker- und Gewerbezunft, Franz Meusburger für die Güterweggenossenschaft Klaratsberg, Hannes Schneider für die Firma Holzwerk Sutterlüty und Jürgen Kohler für den Musikverein, der zu Kaspars Ehren noch das Lied „Ein Wälderdorf” spielte. Wie ein riesengroßer Chor sangen die vielen Mitfeiernden in der Egger Kirche dieses Lied mit. Seine Angehörigen tröstet die Hoffnung darauf, dass Kaspar nun, von den Beschwerden und Mühen des Alters befreit, das neue Leben beginnen kann.
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