Hubert Sohm: Mit Liebe zum Holz und zu seinen “fünf Schmelga”

Die Liebe zum Holz und zur Holzarbeit begleitete Hubert Sohm aus Egg ein Berufsleben lang und weit darüber hinaus.
Von Gertrud Geser
Egg Hubert Sohm wurde mit seinem Zwillingsbruder Martin am 22. Februar 1948 geboren. Mit seinen fünf Geschwistern wuchs er im entlegenen Weiler Tuppen auf, wo er eine glückliche, behütete Kindheit erlebte. Der weite Schulweg und der sehr strenge Lehrer waren Anlass dafür, dass sich Huberts Freude über die Schule in Grenzen hielt.

Durch seinen Bruder Martin, der bei der Firma Troy in der Tischlerlehre war, bekam auch Hubert dort einen Arbeitsplatz. Hier entdeckte er seine lebenslange Liebe zum Holz. Nach der Grundausbildung in Landeck leistete er seinen Militärdienst in Wiener Neustadt an der Militärakademie ab. Als Tierliebhaber freute sich Hubert, dass er dort für die Pflege der Offizierspferde eingeteilt wurde. Danach arbeitete er bis zu seiner Pensionierung in verschiedenen Tischlereibetrieben.

Als er Veronika, eine Urlauberin aus dem “Schwobaländle”, kennenlernte, wurde daraus die große Liebe fürs Leben. 1974 feierten sie Hochzeit in der Kapelle Ittensberg. Seine vier Töchter Natalie, Kerstin, Rebekka und Julia haben ihm viel Freude bereitet. Zusammen mit seiner Veronika waren es seine “fünf Schmelga“. Später vergrößerten vier Schwiegersöhne und die sechs Enkel die Familie.


Huberts geliebte Wanderungen mit Veronika und den Hunden wurden auch des Öfteren von den Enkeln begleitet. Arbeiten mit Holz, zusammen mit seinem Bruder Martin, waren für ihn keine Belastung, sondern Freude und Entspannung. Auch mit der Imkerei erlebte er viele schöne Stunden – Hubert war ein Naturmensch durch und durch.


Als sich sein Gesundheitszustand in kurzer Zeit verschlechterte, wurde er, solange es möglich war, von Veronika und den Kindern wunderbar begleitet und unterstützt. Spaziergänge mit Kurt und die Tagesbetreuung in Alberschwende brachten hier etwas Abwechslung in sein schweres Leben. Kurze Zeit lebte er noch im Sozialzentrum Egg, wo er in herzlicher Atmosphäre seine letzten Tage auf dieser Welt verbrachte, begleitet von Veronika und der ganzen Familie. Am 17. Mai 2026 musste er schließlich diese Welt verlassen. Die Gottesdienste zur Verabschiedung mit Pfarrer Friedl Kaufmann wurden von seiner Familie, den Musikanten Sarina, Rosalinde und Hans mitgestaltet. Für die Jahrgänger sprach Hildegard Meusburger Worte des Dankes und der Erinnerung.
Nachrufe in den Vorarlberger Nachrichten
Möchten Sie einen Angehörigen mit einem Nachruf würdigen? Dann kontaktieren Sie uns unter nachrufe@vn.at unter dem Betreff “Nachrufe”.
Weitere Nachrufe finden Sie hier.