Gemeindeverband pocht auf Selbsttests in Kindergärten

Politik / 12.04.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gemeindeverband pocht auf Selbsttests in Kindergärten
Für Schulen gilt eine Testpflicht, für Kindergärten nicht. APA

Präsidentin Kaufmann ersucht Kommunen, auch strenger bei aufgetauchten Covid-19-Fällen zu reagieren.

Dornbirn Die Gemeinden sind aufgerufen, für Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen genügend Selbsttests bereit zu stellen. Außerdem sollen sie bei einem positiven Covid-19-Fall strenger vorgehen und nur noch getesteten Kindern Zutritt gewähren. Das ist der Appell, den Gemeindeverbandspräsidentin Andrea Kaufmann in ihrem jüngsten Schreiben an die Kommunen richtet.

Die Dornbirner Bürgermeisterin setzt in ihrer Stadt bereits um, was sie fordert. Sie bittet die Eltern, ihre Kinder mehrmals wöchentlich freiwillig zu testen. Die Testkits gebe es regelmäßig bei der Leitung des Kindergartens oder direkt in der Gruppe des Kindes. Außerdem setzt die Stadt auf strengere Regeln, sobald ein Coronafall in einer elementarpädagogischen Einrichtung entdeckt worden ist. Zu diesem Vorgehen rät sie auch den anderen Gemeinden: Ist eine Betreuerin oder ein Kind mit dem Virus infiziert, könne mit dem Infektionsteam ein Testtermin vereinbart werden. Dazu müssten auch die Erziehungsberechtigten erscheinen, da eine Testung nur mit deren Zustimmung erfolgen kann. „Lehnen die Eltern eine Testung ihres Kindes ab, wird den Gemeinden empfohlen, dem Kind den Besuch der Einrichtung 14 Tage lang zu verwehren.“

Land stellt Tests bereit

Präventives, regelmäßiges Testen könne das Infektionsgeschehen verringern, auch in Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen. „Die Eltern sollen ersucht werden, wöchentlich mindestens zwei Selbsttests mit ihren Kindern zu Hause durchzuführen, idealerweise montags und mittwochs. Befinden sich die Kinder nicht die ganze Woche in Betreuung, sollten die Testtage auf die Betreuungstage fallen“, empfiehlt die Gemeindeverbandspräsidentin. Das Land stelle die Selbsttests zur Verfügung. Sie könnten von den Kommunen jederzeit angefordert werden.

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