Neuer Fall von US-Polizeigewalt

Politik / 24.01.2023 • 22:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Familie zeigte ein Bild des schwer verletzten Tyre Nichols im Spital. AP
Die Familie zeigte ein Bild des schwer verletzten Tyre Nichols im Spital. AP

Ein 29-jähriger Afro­amerikaner wurde schwer misshandelt.

Memphis Erneut sorgt in den USA ein Polizeieinsatz für Entsetzen, in dessen Folge ein schwarzer Mann ums Leben gekommen ist. Der 29-jährige Tyre Nichols war der Polizei zufolge Anfang Jänner in der US-Metropole Memphis im US-Staat Tennessee wegen „rücksichtslosen Fahrens“ angehalten worden. Danach soll er mehrere Minuten lang von den Einsatzkräften zusammengeschlagen worden sein, sagte einer der Anwälte der Familie, Antonio Romanucci, am Montag. Er starb wenige Tage später im Krankenhaus.

„Er war wehrlos“

Am Montag konnte sich die Familie des Opfers das Video des Polizeieinsatzes anschauen. „Er war wehrlos. Die ganze Zeit“, sagte Anwalt Romanucci im Anschluss. Er nannte das Vorgehen der Polizei rassistisch. Die Polizei sprach hingegen einen Tag nach der Kontrolle, am 8. Jänner, in einer Mitteilung lediglich von einer „Konfrontation“.

In den USA kommt es regelmäßig zu tödlichen Polizeieinsätzen ähnlicher Art. Stellvertretend steht dafür der Fall von George Floyd: Im Mai 2020 war der Afroamerikaner bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen. Der Fall führte damals zu landesweiten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Seitdem gibt es immer wieder Bestürzung über ähnliche Fälle.

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