Hinter den Kulissen: FPÖ im Umfragehoch aus eigener Feder

Politik / 06.02.2026 • 14:39 Uhr
Hinter den Kulissen: FPÖ im Umfragehoch aus eigener Feder
Die Vorarlberger Freiheitlichen können sich freuen: Ihre Umfrage sieht sie im Aufwind. VN/Paulitsch

Repräsentative Sonntagsfrage sieht Opposition, die nicht vom Fleck kommt.

Bregenz Die in der Politik so beliebten Sonntagsfragen sollte man mit einer gesunden Portion Skepsis lesen. Sie sind Momentaufnahmen, nicht mehr, nicht weniger. Annäherungen innerhalb einer Schwankungsbreite, die oft breiter ist als so manche politische Überzeugung. Und wenn eine Partei selbst zur Umfrage bittet, gilt erst recht: Vorsicht vor zu viel Begeisterung.

Ganz ignorieren sollte man solche Zahlen dennoch nicht. Auch parteieigene Umfragen zeichnen ein Stimmungsbild, sie zeigen Trends. Genau ein solches Bild hat sich die FPÖ von Landesstatthalter Christof Bitschi (34) nach einem Jahr Regierungsbeteiligung zeichnen lassen. Und siehe da: Das Gemälde gefällt vor allem dem Auftraggeber selbst.

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Das Ergebnis: Die ÖVP, die Partei von Landeshauptmann Markus Wallner (58), verliert im Vergleich zum Landtagswahlergebnis Stimmen an die Blauen. Die Opposition hingegen verharrt dort, wo sie zuletzt schon war – in der politischen Warteschleife.

Was sagt uns das nun? Vielleicht sind die Wählerinnen und Wähler mit ihrer Entscheidung aus dem Jahr 2024 weiterhin zufrieden. Vielleicht plätschert die Politik im Land gerade etwas vor sich hin. Oder sind die Oppositionsführer Daniel Zadra (Grüne, 41), Mario Leiter (SPÖ, 60) und Claudia Gamon (Neos, 37) schlicht zu leise, um gehört zu werden? Möglicherweise ist es aber genau diese ruhige Art von Christof Bitschi, die sich als Erfolgsrezept entpuppt. Und vielleicht geht auch die Strategie von Markus Wallner nicht ganz auf, die FPÖ-Wählerschaft anzusprechen. Oder er tut es zu zaghaft.

Oder, ganz banal: Bis zur nächsten Landtagswahl ist einfach noch reichlich Zeit. Auch das ist eine politische Realität.