Kind lebt seit Monaten im LKH: “Arbeiten an einer langfristig passenden Lösung”

Seit Monaten wird ein Kind im LKH Feldkirch betreut, das auf Pflegeeltern hofft.
Bregenz Nach der Suche nach Pflegeeltern für ein Kind mit schweren Beeinträchtigungen, das seit Monaten im Landeskrankenhaus (LKH) Feldkirch betreut wird, gibt es laut Landesrätin Martina Rüscher mehrere Gespräche mit möglichen Pflegefamilien. Das Kind wird derzeit noch im Krankenhaus versorgt. Die zuständige Behörde arbeite gemeinsam mit allen Beteiligten an einer langfristig passenden Lösung. Ziel sei es, die bestmögliche Betreuung und Versorgung sicherzustellen.
Rüscher korrigierte zugleich eine frühere Darstellung. Ihre ursprüngliche Meldung, wonach die Eltern so schockiert gewesen seien, dass sie das Kind nicht mit nach Hause genommen hätten, “entspricht nicht den Tatsachen bzw. den Umständen nicht in vollem Umfang”. Sie bedauere diese Aussage und entschuldige sich bei den Eltern. Der Kinder- und Jugendhilfe wurde inzwischen die Obsorge übertragen. Die Eltern würden den Weg zu einer guten Lösung konstruktiv unterstützen.
Rüscher dankt den Teams der Kinder- und Jugendhilfe und des Krankenhauses sowie allen Menschen, die Unterstützung angeboten haben. “Die große Hilfsbereitschaft und Solidarität, die in den vergangenen Wochen sichtbar geworden ist, berührt mich sehr”, erklärte sie.
Kind im Krankenhaus der Obsorge übergeben
Das besagte Kind wurde rund um den Jahreswechsel im LKH Feldkirch geboren und dort der Obhut der Behörden übergeben. Bekannt wurde dies im April: Landesrätin Martina Rüscher wandte sich an ihr Umfeld mit der Information, dass das auf Operationen angewiesene Kind noch ohne Aussicht auf eine Adoption ist und man sich bitte nach geeigneten möglichen Pflegefamilien umschauen möge. Die Kurznachricht ging daraufhin viral.