Die Krankenhäuser suchen den nächsten Chef

Politik / 02.06.2026 • 17:11 Uhr
vorarlberg live, gerald fleisch
Gerald Fleisch verlässt die KHBG. VN/Steurer

Gerald Fleisch soll länger bleiben, um seinen Nachfolger einzuschulen.

Feldkirch Nach 25 Jahren soll Schluss sein. Gerald Fleisch verlässt Ende 2028 die Geschäftsleitung der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG). Sein Geschäftsleiterkollege Peter Fraunberger wird schon Ende März 2027 die KHBG-Spitze verlassen. Die Landesregierung spricht von einem Generationenwechsel. Sie muss nun auf Nachfolgesuche gehen.

Gerald Fleisch wurde im Jahr 2003 zum Geschäftsführer bestellt, 2004 fing er an. “Ich durfte mich an der Seite von Luis Patsch einlernen”, erinnert er sich. So soll es auch seinem Nachfolger gehen. “Eigentlich wäre mein Vertrag 2027 ausgelaufen. Aber man hat mich gebeten, dass ich verlängere.” Ende 2028 ist er 62,5 Jahre alt und 25 Jahre an der Spitze. “25 Jahre sind genug. Ich bin kein Sesselkleber. Das ist ein guter Zeitpunkt, um zu gehen.” In Pension möchte er aber noch nicht gehen. “Ich werde was anderes machen.”

Die Krankenhäuser suchen den nächsten Chef
Auch Peter Fraunberger geht. KHBG

Fleisch und Fraunberger verlassen die Geschäftsführung am Höhepunkt der Spitalsreform. So soll zum Beispiel Anfang 2028 die Dornbirner Geburtenstation geschlossen werden. “Der Zeitpunkt ist immer ungünstig”, sagt Fleisch. “Derzeit ist der Spardruck massiv. Aber in den letzten 25 Jahren hat es immer große Herausforderungen gegeben: Personalmangel, Pandemie, Siemens. Das gehört zum Beruf”, blickt der KHBG-Chef zurück. “Wir haben schon viel reformiert, jetzt können wir noch ein paar Schritte begleiten.”

Peter Fraunberger war seit 2014 für die medizinische Organisation sowie die strategische Planung und Weiterentwicklung zentraler Abläufe in den Landeskrankenhäusern sowie insgesamt der Gesundheitsversorgung Vorarlbergs zuständig. Beide Stellen sollen im Herbst ausgeschrieben werden. “Beide haben an der Entwicklung des größten Gesundheitsunternehmens des Landes maßgeblich mitgewirkt und sie vorangetragen”, streut Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher dem Führungsduo Rosen.

Fleisch gibt das Kompliment zurück. “Ich habe mit zwei Landeshauptleuten und fünf Landesräten zusammenarbeiten dürfen. Es war immer eine gute Kooperation.” Er sei froh, dass er den Übergang nun selbstbestimmt und früh genug einleiten darf, fährt er fort. “Jetzt bin ich aber noch 2,5 Jahre da.”