Wärmepumpen werden genehmigungsfrei

Politik / 07.06.2026 • 12:59 Uhr
Wärmepumpen werden genehmigungsfrei
Für Luftwärmepumpen ist bald kein Bewilligungsverfahren mehr notwendig. APA

Landesregierung baut Bürokratie bei den Wärmepumpen ab. Verordnung tritt schon am kommenden Samstag in Kraft.

Bregenz Wer eine Wärmepumpe einbauen möchte, sieht sich derzeit noch mit behördlichen Genehmigungspflichten konfrontiert, die erheblichen Aufwand verursachen. Selbst wenn sich die Anlage im Gebäude befindet, ist eine Baubewilligung erforderlich. Dieser Umstand, den viele als unnötige Bürokratie empfinden, soll nun der Vergangenheit angehören. Die schwarz-blaue Landesregierung will am Dienstag eine Novelle beschließen, mit der Wärmepumpen bewilligungsfrei werden.

Wärmepumpen werden genehmigungsfrei
Markus Wallner lässt den Ankündigungen Taten folgen. VN

Bereits 2024 kündigte die Landesregierung diesen Schritt an. Das Vorhaben geriet jedoch ins Stocken. Als die VN das Thema Bürokratieabbau verstärkt aufgriffen, kam wieder Bewegung in die Diskussion. Im März kündigte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) im VN-Interview an, Wärmepumpen noch im ersten Halbjahr von der Bewilligungspflicht zu befreien. Nun wird dieses Vorhaben umgesetzt. Bereits am kommenden Samstag soll die neue Regelung in Kraft treten.

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Konkret bedeutet das: Unter bestimmten Voraussetzungen ist künftig keine Baubewilligung mehr erforderlich. Die Regelung gilt für Luftwärmepumpen sowie Erdwärmepumpen mit Vertikalkollektoren (Tiefsonden). Ebenfalls bewilligungsfrei sind jene baulichen Anlagen, die für Aufstellung und Betrieb notwendig sind, bestätigt Landeshauptmann Wallner den VN.

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Ganz ohne Vorgaben geht es allerdings nicht. So müssen bestimmte Abstände eingehalten werden. Zudem legt die Landesregierung Grenzwerte für die Lautstärke fest. Diese liegen bei 55 Dezibel für Wärmepumpen innerhalb von Gebäuden und bei 65 Dezibel für Anlagen im Freien.

Martin Reis folgt als Geschäftsführer auf Josef Burtscher. FA/Matak
Martin Reis ist überzeugt, dass 90 Prozent der Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. VEI

Damit trägt die Landesregierung auch Bedenken Rechnung, die nach der ursprünglichen Ankündigung geäußert worden waren. Grünen-Klubobmann Daniel Zadra begrüßte die Pläne grundsätzlich, forderte jedoch klare Abstands- und Lärmgrenzwerte. Auch Martin Reis, Geschäftsführer des Vorarlberger Energieinstituts, äußerte sich positiv: “Mit Mindestabstand und maximalem Schallpegel ließen sich rund 90 Prozent der Verfahren beschleunigen.”

Landeshauptmann Wallner betont die Vorteile der Neuregelung: “Wir reduzieren den bürokratischen Aufwand. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und auch die Gemeinden.”

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