Ein Koloss am Stausee

Promo / 01.06.2022 • 16:06 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Hotelmanager Claudio Stupan, Julia von Deines und Markus Burtscher, Geschäftsführer des GSL Tourismus, trafen sich zur Baustellenbesichtigung.
Hotelmanager Claudio Stupan, Julia von Deines und Markus Burtscher, Geschäftsführer des GSL Tourismus, trafen sich zur Baustellenbesichtigung.

­Baustellenbesichtigung beim Hotel Falkensteiner in Latschau.

Latschau Die Wände stehen schon. Es lässt sich bereits erahnen, welche Funktion die einzelnen Räume später einmal haben werden. Noch dominiert der Beton, doch das wird sich im nächsten halben Jahr ändern. Die kargen Flächen werden begrünt, das 5-Sterne-Familienhotel Falkensteiner am Stausee von Latschau wird in die Landschaft integriert. Vor Kurzem luden Markus Burtscher, Geschäftsführer von Golm Silvretta Lünersee Tourismus, und Hotelmanager Claudio Stupan zur Baustellenbesichtigung ein.

Es gibt keine schlechten Aussichten beim Hotel Falkensteiner, das die illwerke vkw für rund 40 Millionen Euro baut. Entweder man blickt auf den Stausee und das Bergmassiv des Rätikons oder man schaut auf Schruns und das Hochjoch. 123 Zimmer hat das Hotel, das am 15. Dezember pünktlich zum Beginn der Skisaison fertig wird, davon sind 44 Suiten und neun Panoramasuiten.

Im Restaurant namens „Stäffa“ – so hieß damals die Parzelle, auf der das Hotel steht – mit verschiedenen Buffet-Inseln haben 400 Leute Platz. Auch Einheimische und Tagesgäste können in dem Restaurant künftig essen gehen. Die Sonnenterrasse mit Kräutergarten, bei welchem die Kinder ihre eigenen Kräuter pflanzen können, steht bereits. Generell können die Kinder im Falkensteiner Hotel viel ausprobieren und lernen.

Im Hotel wird viel Wert auf Nachhaltigkeit und Ökotainment gelegt. Den Kindern wird gezeigt, wie man Bäume, Blumen und Kräuter pflanzt. Auch wird das Thema Wasserkraft anhand eines Minikraftwerks näher beleuchtet. In einer eigenen Kinderküche können die Kinder kochen lernen und nebenan im Labor Naturelemente erforschen.

„Passt gut zu uns“

„Das Hotelkonzept passt sehr gut zum Golm und sein Familienskigebiet“, begründet Markus Burtscher die Entscheidung, sich für das Falkensteiner Hotel als Betreiber entschieden zu haben. Er hofft auf eine zusätzliche Auslastung am Golm unter der Woche. „Wir sind froh, das Falkensteiner gewonnen zu haben, da wir auf der gleichen Wellenlänge sind.“

„Die Region wird miteinbezogen“, ergänzt Markus Burtscher. Das unterstreicht auch Hotelmanagerin Julia von Deines: „Wir wollen regional einkaufen und Plastik vermeiden.“ Die Wertschöpfung bleibe in der Region. Der Neubau solle ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit für andere Hotels sein. Geheizt wird mit Abwärme des Lünerseekraftwerks. Gekühlt wird mit Seewasser. Ein Drittel des Energiebedarfs kommt zusätzlich über ein Biomasseheizkraftwerk, an dem sich auch andere Anrainer beteiligen können. Eine PV-Anlage auf dem Dach ist schon obligatorisch.

Nachhaltigkeit wird gelebt

Von den 140 Tiefgaragenplätzen sind 20 mit einer E-Ladetankstelle ausgestattet. Man könnte aber auf 80 E-Ladestellen erweitern. Um den Nachhaltigkeitsgedanken weiter auszuleben, wurde eine Green-Rate eingeführt, mithilfe derer die Gäste ihren CO2-Abdruck messen können. Ein kostenloser Shuttleservice soll ein weiterer Anreiz sein, mit dem Zug anzureisen. Einen Teil des Buchungsbetrags geht an regionale Nachhaltigkeitsprojekte.

Direkt mit den Skiern ins Hotel

Zum Hotel gehört ebenfalls ein Mitarbeiterhaus mit 50 Wohneinheiten. Jedes Zimmerapartment ist dabei eigenständig. Ein Schmankerl für die Mitarbeiter wie Gäste: Das Mitarbeiterhaus, wie auch das Hotel selbst verfügt über ein Ski-in, was heißt, dass die Piste direkt an den jeweiligen Eingängen endet und man somit wirklich mit den Skiern bis zur Haustür fahren kann.

120 Mitarbeiter will das Falkensteiner Hotel neu einstellen und schafft somit Arbeitsplätze im Montafon. Um das Personal machen sich Julia von Deines und Claudio Stupan weniger Sorgen. Das Falkensteiner Hotel bietet flexible Arbeitszeitmodelle, Aus- und Weiterbildungsprogramme sowie weitere Benefits, mithilfe derer sie mehr Personal akquirieren wollen. VN-JUN

Der Hotelkomplex steht schon in seiner Gänze. VN/JUN
Der Hotelkomplex steht schon in seiner Gänze. VN/JUN
Das künftige Treppenhaus.
Das künftige Treppenhaus.
Aussicht von einem der Zimmer.
Aussicht von einem der Zimmer.

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