Reise / 08.11.2019 • 09:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aus 100 Metern Höhe stürzen die Chamarel Wasserfälle in der Nähe des Black River Gorges National Parks in die Tiefe. shutterstock (5)
Aus 100 Metern Höhe stürzen die Chamarel Wasserfälle in der Nähe des Black River Gorges National Parks in die Tiefe. shutterstock (5)

sind auf der Insel zur Aufzucht“, erklärt Harene Françoise, die junge Mitarbeiterin der Mauritian Wildlife Foundation. Sie begleitet die Besucher über die menschenleere Insel zu den tonnenschweren Kolossen. Wer Schildkröten im Meer bewundern möchte, der muss beim Tauchen Glück haben. Aber auch beim Schnorcheln erlebt man eine ganz neue Welt. Da sich rings um Mauritius eine von Korallenriffen geschützte Lagune zieht, ist das Meer ruhig und klar. Die schönsten Schnorchelreviere sind in der Blue Bay südlich von Mahébourg und vor der Halbinsel Le Morne. Farbenprächtige Doktorfische, Gelbkopfmuränen und türkisblaue Papageienfische tummeln sich zwischen violetten und orange-gelben Korallen. Und nicht nur die Schwimmer kommen ins Staunen. Auch manche Fische wundern sich über die Besucher und wagen sich neugierig ganz nahe heran.

Nur aus der Ferne bewundern können Besucher die Cascade Chamarel. Aus 100 Metern Höhe stürzen die Wasserfälle in die Tiefe. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe des Black River Gorges National Parks. Während man sonst an schier endlosen Zuckerrohrplantagen entlang fährt, ist die Fahrt in den wilden Südwesten der Insel abenteuerlich. Auf kurvigen Straßen geht es durch eine zerklüftete, grüne Bergwelt. Wer Mauritius erwandern möchte, der ist dort genau richtig. Vom höchsten Berg der Insel, dem 828 Meter hohen Black River Peak, reicht der Blick weit über den dichten tropischen Regenwald zu den Steilhängen der Savanne Mountains. Hoch am Himmel kreisen elegant zwei Paille en Queue, tropische weiße Vögel mit langen, zierlichen Schwanzfedern. Die Vögel lieben die entlegenen Bergwälder.

Zurück in der mondänen Hotelwelt sind die Strände am Abend fast leer, vereinzelt bewundern Gäste den Sonnenuntergang. Tiefrot versinkt die Sonne im Meer. In den Zimmern und Suiten haben fleißige Hände bereits die Vorhänge zugezogen und eine Flasche Rosé kühlgestellt. Ob ich einen schönen Tag erlebt habe, fragt mich der liebenswürdige Hotelboy. Nicht nur schön war mein Tag, er war „mari bon“ – sehr schön!