Karibikflair und Pura Vida

Reise / 11.02.2022 • 10:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Karibikflair und Pura Vida

Costa Ricas Karibikküste verbindet entspanntes Strandleben mit einer vielfältigen Tierwelt.

Die Fahrt ist jetzt teuer genug“, meint unser Taxifahrer als er sich im schleppenden Verkehr den Weg vom Flughafen ins Zentrum von San José bahnt und den Taxameter ausmacht. „Mehr müsst ihr nicht bezahlen“, legt er noch nach und biegt auch schon in die nächste Straße ein.

„Haben wir ihn richtig verstanden oder lässt uns unser Spanisch gleich am Anfang unserer Reise im Stich?“, fragen wir uns kurz. Aber tatsächlich zahlen wir bei Ankunft im Hotel nur knapp die Hälfte des geschätzten Tarifs. Was für eine schöne Begrüßung in Costa Rica! Überhaupt zeigt sich uns die Landeshauptstadt deutlich liebenswerter als gedacht, und so genießen wir die paar Tage, bevor wir mit dem Bus an die Karibikküste des kleinen zentralamerikanischen Landes fahren, das bei den Besuchern von Jahr zu Jahr beliebter zu werden scheint und auch in der Pandemie dank gutem Konzept konstant Touristen empfangen hat.

Gut vier Stunden sind es von San José mit dem öffentlichen Bus bis zu unserem nächsten Ziel, dem Örtchen Cahuita, das Didi bereits in seinem Auslandsjahr vor 20 Jahren lieben gelernt hat und das der perfekte Ort zum Ankommen und Entspannen ist.

Direkt angrenzend an Cahuita befindet sich der gleichnamige Nationalpark. Während viele Urlauber lieber an den Playa Negro – den schwarzen Strand – fahren, spazieren wir von unserer Unterkunft gemütlich zum Playa Blanca, dem weißen Karibikstrand im Nationalpark. Der Eintritt ist bis auf eine freiwillige Spende frei, nur sämtliches Einwegplastik muss gleich am Parkeingang abgegeben werden. Wer Essen mit an den Strand nimmt, muss ohnehin gut aufpassen, denn es dauert nicht lange, bis wir Besuch vom ersten Waschbären bekommen, der versucht, sich unseren Rucksack zu schnappen. Zum Glück lässt er sich dann aber doch von unserem Geklatsche beeindrucken und trottet gemütlich weiter auf der Suche nach etwas weniger aufmerksamen Badegästen. Wer Tiere liebt, wird sich im Cahuita Nationalpark wohlfühlen. Affen springen in den Bäumen über uns von Ast zu Ast, und wer ganz genau hinschaut, entdeckt auch das ein oder andere Faultier. Weiß man erst einmal, auf welchen Bäumen sie sich gerne aufhalten, sind sie gar nicht mehr so schwer zu finden.

Wer allerdings richtig viele Tiere sehen möchte, sollte sich am Parkeingang einen Guide nehmen. Wir staunen nicht schlecht, als er uns schon vor dem eigentlichen Eingang mehrere Iguanas, ein Faultier und mindestens fünf besondere Vogelarten zeigt, an denen wir nur wenige Minuten vorher