Niederösterreich bleibt ein tiefschwarzes Land

Wien, St. Pölten. (VN) „Sensationell“, freute sich Landeshauptmann Erwin Pröll über das Ergebnis der Landtagswahl in Niederösterreich: Seine Partei musste zwar Verluste hinnehmen, konnte die absolute Stimmenmehrheit mit etwas mehr als 50 Prozent aber halten. Bundesparteichef Michael Spindelegger freute sich mit; er sieht im Erfolg eine Vorlage für die Nationalratswahl.
Im Gegensatz zu ihren Genossen in Kärnten hatten die Sozialdemokraten in Niederösterreich gar keinen Grund zum Feiern: Mit Spitzenkandidat Sepp Leitner setzte es eine weitere Niederlage, die Partei konnte nicht einmal mehr jeden vierten Wähler ansprechen.
Überraschend drittstärkste Kraft wurde Frank Stronach: Er trat selbst als Spitzenkandidat seines Teams an und errang knapp zehn Prozent. Zwar bedeutet das den Einzug in Landtag und Landesregierung, ein Mandat will Stronach aber nicht annehmen; er will sich auf die Nationalratswahl im Herbst konzentrieren.
Die Grünen konnten leicht zulegen, die Freiheitlichen mussten dagegen deutlichere Verluste hinnehmen.

Dieter Egger, FPÖ

Johannes Rauch, Grüne

Michael Ritsch, SPÖ

Hermann Rabitsch, Stronach


LH Markus Wallner, ÖVP
Umfrage. Das sagen die Vorarlberger Politiker zu den Ergebnissen ihrer Parteien in Kärnten und in Niederösterreich
Wie NÖ gewählt hat
Ergebnis ohne Briefwahl und Wahlkarten aus fremden Wahlkreisen
ÖVP: 50,8 Prozent (minus 3,6)
SPÖ: 21,6 Prozent (minus 3,9)
Stronach: 9,8 Prozent (plus 9,8)
FPÖ: 8,2 Prozent (minus 2,3)
Grüne: 8,0 Prozent (plus 1,1)
Quelle: Land NÖ