„Wir sind dem Fahrplan etwas voraus“

Hard-Coach Petr Hrachovec mit einer zufriedenstellenden Momentaufnahme.
Schwarzach. (VN-jd) Der Alpla HC Hard startete im September mit dem Vorsatz und dem Ziel, vieles besser zu machen als in der Saison 2015/16, als man sich nach vier Meistertiteln in Serie mit Bronze im Endklassement der Handball-Liga Austria zufrieden geben musste. Zumindest die Momentaufnahme bestätigt, dass die Roten Teufel vom Bodensee ihre Hausaufgaben im Sommer erledigt haben und die Veränderungen im Abwehr- und Angriffsystem von Neotrainer Petr Hrachovec Früchte tragen. Mit 13 Siegen, einem Remis und vier Niederlagen holte man sich mit vier Punkten Vorsprung die Winterkrone. Der Herbstmeister setzte mit 549 geworfenen Toren (Schnitt 30,5) bzw. 465 Gegentreffern (Schnitt 25,8) die Bestmarken der Liga. Mit 17:1 Punkten mussten die Harder in der Heimtabelle lediglich den makellosen Fivers den Vortritt lassen und waren mit 10:8 Zählern das erfolgreichste Team in der Ferne.
Trainer Petr Hrachovec will aber nicht auf halbem Weg stehen bleiben und gibt die Marschroute für die zweite Saisonhälfte ab dem 3. Februar vor: „Der Herbstmeistertitel ist eine schöne Sache, von der man sich aber nichts kaufen kann. Obwohl wir unserem zu Saisonbeginn festgelegten Fahrplan etwas voraus sind, dürfen wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müssen weiter fokussiert bleiben. Wir haben uns mit Rang eins im Grunddurchgang einen Bonus erarbeitet, von dem wir möglichst lange profitieren wollen. Obwohl man keinen Gegner unterschätzen darf, ist unser nächstes Ziel, den Play-off-Durchgang auf einem der ersten zwei Plätze zu beenden“, betont der 44-jährige Tscheche.
Gestärkt wird die Zielsetzung durch die personelle Aufbesserung im Kader. Kapitän Dominik Schmid (Knieverletzung) und Linkshänder Boris Zivkovic (Kreuzbandriss) steigen ab Jänner wieder ins Mannschaftstraining ein und sollten ab dem Play-off-Start wieder zur Verfügung stehen.
Rolle des Jägers kein Nachteil
HLA-Rekordtitelträger Bregenz präsentierte sich in den ersten 18 Partien als launische Diva. Der neunfache Meister (letztmals 2010) zeigte auf der europäischen Bühne immer wieder groß auf, bekundete dann aber bei vermeintlichen Pflichtaufgaben in der Liga Probleme. Dank einer starken Schlussphase mit vier Siegen in Serie gelang aber noch der Sprung auf Position drei im Endklassement des Grunddurchgangs. Während man zu Hause abgesehen vom 25:26 gegen Meister Margareten im Plansoll lag, blieben die Festspielstädter mit 6:12 Punkten in der Ferne klar hinter den Erwartungen. „Natürlich haben wir uns etwas mehr Stabilität und weniger Wankelmut erhofft. Doch wie man gesehen hat, fehlt uns noch etwas die Konstanz, um ganz vorne an der Spitze mitzumischen. Doch ich betrachte die Rolle des Jägers in der zweiten Saisonhälfte nicht als Nachteil. Ich denke, wir haben deutlich gezeigt, dass wir in der Lage sind, jedes Team in der Liga zu schlagen. Um uns in Summe aber an der Spitze zu behaupten, müssen wir auch die sogenannten Pflichtaufgaben konsequenter erledigen, als wir es zeitweise getan haben. Auf jeden Fall haben wir die Hoffnung auf den zehnten Titel nicht abgeschrieben. Wir werden alles geben, damit wir nach dem Supercup zu Beginn auch am Ende des Jubiläumsjahres etwas zu feiern haben“, betont Robert Hedin kämpferisch.
Handball
Alpla HC Hard
Marko Tanaskovic (SRB) 104 Tore
Gerald Zeiner 86
Dominik Schmid 66
Michael Knauth 55
Luca Raschle 45
Lukas Herburger 40
Domagoj Surac (CRO) 39
Daniel Dicker 30
Thomas Weber 29
Konrad Wurst 22
Roland Schlinger 17
Frederic Wüstner 9
Niklas Schiller 3
Marcel Zech 2
Golub Doknic (MNE, Goalie) 1
Matthias Maier 1
Gesamt 549
Bregenz Handball
Tobias Warvne (SWE) 76 Tore
Ante Esegovic 69
Marian Klopcic 58
Dominik Bammer 56
Bojan Beljanski (SRB) 54
Amadeus Hedin (SWE) 52
Marko Buvinic (CRO) 50
Nemanja Belos (SRB) 40
Lukas Frühstück 26
Alexander Wassel 13
Nico Schnabl 6
Severin Lampert 4
Sebastian Obwexer 4
Florian Mohr 3
Fabian Glaser 1
Ralf-Patrick Häusle (Goalie) 1
Gesamt 513