Auf der Streif ist Jansrud Favorit
Nach einem mehr als durchzogenen Winter häufen sich die positiven Meldungen im Weltcup, und das nicht nur wetterbedingt. Als ob das neue Jahr auch eine neue Zeit einläutete, sind die österreichischen Rennläuferinnen und Rennläufer auf Siegeskurs. Eine Sensation bedeutete auch für mich der Sieg von Christine Scheyer. Obwohl sie in der laufenden Saison schon ordentlich aufgezeigt hatte. Genauso Christian Hirschbühl, der in Wengen knapp am Podium vorbeifuhr. Da dürfte heuer wohl noch mehr kommen. Der Leistungsfahrplan von Patrick Ortlieb und dem Vorarlberger Skiverband für die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr scheint zu stimmen.
Aber heuer steht zuerst noch die Ski-WM in St Moritz auf dem Plan. Für das Hahnenkammrennen dürfen wir also gespannt sein, wer von den österreichischen Speedfahrern zuschlagen wird. Da sind viele, die auf der Streif ganz besonders motiviert sind. Alte Haudegen wie Hannes Reichelt, Junge wie Max Franz oder der wiedererstarkte Matthias Mayer dürften hier aus österreichischer Sicht sicherlich ein kräftiges Wörtchen mitreden.
Die leicht veränderte Streckenführung im unteren Teil spielt da keine Rolle. Das mussten die Organisatoren wegen der unglücklichen Stürze am Hausberg im letzten Jahr, als die Sicht während des Rennens immer schlechter wurde, ändern. Für mich ist heuer Kjetil Jansrud der Topfavorit. Technisch unheimlich stark, körperlich genauso und nach seinen Siegen zu Beginn der Saison sicherlich auch psychisch in Topform. Das erfordert eine Extraportion Siegeswillen von unseren Athleten. Und die werden sie nach den Superresultaten vom letzten Wochenende sicherlich haben.
Wir haben viele Fahrer, die auf der Streif ganz besonders motiviert sind.
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