Marc Girardelli

Kommentar

Marc Girardelli

Neue Horizonte

Sport / 15.02.2017 • 20:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Beim Team-Event sind wir uns aus der Vergangenheit einiges gewohnt, im negativen Sinne. Doch vorgestern war es doch bemerkenswert, dass Österreich auf einem einfachen Hang völlig leer ausging. Nein, noch schlimmer! Marcel Hirscher, hoher Favorit für die zweite WM-Woche, strauchelte dabei zweimal und davon einmal gegen einen Belgier! Trotzdem würde ich dieser Pleite nicht allzu viel Wert beimessen, weil der ÖSV früher schon des Öfteren gegen Luxemburger den Kürzeren gezogen hatte.

Für die anstehenden technischen Rennen sind die Gold-Chancen bei den Damen wohl limitiert. Dafür haben wir bei den Herren die besten Karten, trotz des Team-Debakels. Die ganzen Redereien um die mangelhafte Pistenpräparation sehe ich nur als Ausrede und Nervosität einiger Zweifler. Dazu gehört auch Hans Pum; aber der versucht natürlich immer die besten Voraussetzungen für sein Team zu bekommen.

Im Riesenslalom sehe ich die härteste Konkurrenz für Marcel in den beiden Franzosen. Alexis Pinturault und Mathieu Faivre haben schon im letzten Frühling auf diesem Hang reüssiert. Aber hier zähle ich sogar Philipp Schörghofer zu den Medaillenanwärtern. Auch er hatte hier beim Finale im letzten März sein bestes Saisonergebnis erreicht und dürfte dementsprechend motiviert sein.

Im Slalom gibt es für mich hingegen nur zwei Protagonisten, die Gold gewinnen können. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass beide gleichzeitig ausfallen werden. Henrik Kristoffersen wird bis in die Haarspitzen motiviert sein, denn er hat den Gesamtweltcup schon lange gegen Hirscher verloren und die Slalomkugel höchstwahrscheinlich auch. Bleibt ihm also nur Slalom-Gold, um seine Saison zu retten. Das wird am Wochenende ein toller Kampf werden, und ich freue mich schon darauf.

Für die anstehenden technischen Rennen sind die Gold-Chancen bei den Damen wohl limitiert.

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