Es geht Schuss auf Schuss im Dauerfeuer

Sport / 28.02.2019 • 16:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Sheileen Waibel wurde Siegerin im VSB-Open-Einzel, gewann zusammen mit Patrick Diem und Tamas Haner im Open-Team und entschied an der Seite von Diem zudem den erstmals ausgetragenen ISSF-Mixedbewerb für sich.Paultisch
Sheileen Waibel wurde Siegerin im VSB-Open-Einzel, gewann zusammen mit Patrick Diem und Tamas Haner im Open-Team und entschied an der Seite von Diem zudem den erstmals ausgetragenen ISSF-Mixedbewerb für sich.Paultisch

Sheileen Waibel und Patrick Dalberto als neue Namen in der Ehrentafel des VSB-Open.

Dornbirn Zuerst das Achtel- und Viertelfinale in der Österreichischen Luftgewehr-Bundesliga in Scharnstein (OÖ), anschließend die über insgesamt fünf Tage anberaumte Landesmeisterschaft im Olympiazentrum Dornbirn und parallel dazu die erste Station im Weltcup in Neu Delhi, der Hauptstadt Indiens. Vorarlbergs Paradeschützen stehen im Dauereinsatz und vorerst ist keine Verschnaufpause im Sicht. Bereits am Wochenende steht für die Sheileen Waibel und Co. in Kössen das Final-Four in der Bundesliga auf dem Programm. Anschließend wartet die Europameisterschaft der Luftdruckwaffen vom 16. bis 25. März im Osijek (Cro), ehe mit der Staatsmeisterschaft (27. bis 31. März) in Ried im Innkreis das erste Viertel im Kalenderjahr abgeschlossen wird.

Das Quartett der USG Altach mit Thomas Muxel, Marlene Pribitzer, Sheileen Waibel und Patrick Diem (v. l.) geht als Favorit in das Final-Four der Gewehr-Bundesliga.VSB
Das Quartett der USG Altach mit Thomas Muxel, Marlene Pribitzer, Sheileen Waibel und Patrick Diem (v. l.) geht als Favorit in das Final-Four der Gewehr-Bundesliga.VSB

USG Altach Nummer eins in der Vorrund

Mit 1560 Ringen markierte das Quartett Marelen Pribitzer, Thomas Muxel, Sheileen Waibel und Patrick Diem in der Vorrunde der Region West das Topresultat aller 14 Mannschaften und setzte den Erfolgsrun in der ersten Finalrunde in Scharnstein fort. Mit 1577 Ringen im Achtel- und 1574 Ringen im Viertelfinale untermauerte die Equipe aus der Rheintalgemeide, der weiters 2016-Olympiastarter Thomas Mathis, Verena Zaisberger, Selina Kuster und Johannes humml angehören, ihre Anwartschaft auf den erstmaligen Gewinn der nationalen Krone. Gegner im Halbfinale (Samstag, 18 Uhr) beim Final-Four in Kössen ist der SSG Innervillgarten, das kleine und große Finale werden am Sonntag ausgetragen.
Während Pribitzer und Mathis anschließend zum Weltcup nach Indien folgen, stand für den Rest der Paradeschützen sowie die große Zahl an Amateuren die Landesmeisterschaft auf dem Programm. An den fünf Wettkampftagen wurden nicht weniger als 63 Bewerbe, darunter 16 Teamentscheidungen, ausgetragen.
Ganz besonders im Mittelpunkt dabei die Entscheidungen der zum fünften Mal in dieser Form ausgetragenen VSB-Open, bei dem die Top-8-Schützen aller Altersklassen im Weltcupmodus im K.-o.-Verfahren gegeneinander antraten. Im Bewerb Luftgewehr sicherte sich dabei die nach der Vorrunde auf Rang vier klassierte Sheileen Waibel den Jubiläumstitel Thomas Muxel und Tamas Haner durch. Bei den letzten Auflagen hatten Michael Zach (2018), Thomas Muxel (2017 und 2015) bzw. Verena Zaisberger (2016) triumphiert.

Dalberto, Schöch-Loacker und Knünz

Im Openbewerb bei den Luftpistolenschützen gab es mit Patrick Dalberto ebenfalls einen neuen Eintrag in der Bestenliste. Der Aktive der HSG Bregenz setzte sich vor Manfred Bechter und Steffen Schmidinger durch. Überraschend nur Fünfter der Sieger der Jahre 2018 und 2016, Sladjan Zoran. Die weiteren VSB-Open-Sieger waren Brigitta Meszaros (2017) und Tibor Faczan (2015).
In der Aufgelegt-Disziplin konnte sich nach bei den Gewehrschützen nach Gerda Winder (2017) und Ignaz Nachbaur (2018) diesmal Karin Loacker-Schöch (USG Hard) in die Ehrentafel eintragen. Nach dem Premiersieg von Ernst Brugger entschied diesmal Landessportleiter Viktor Knünz (USG Gisingen) im Bewerb Luftpistole-Aufgelegt in die Ehrenliste eintragen.

25 Top-3-Plätze für die USG Hard

Erfolgreichster Verein war die USG Hard mit 14 Goldenen, sieben Silbernen und vier Bronzenen, darunter sieben Top-3-Plätze (6/-/1) in der Mannschaft. Erster Verfolger war die USG Altach mit elf ersten, acht zweiten udn fünf dritten Plätzen. Dahinter folgen die USG Höchst (7/4/5), die USG Egg (7/3/29, die SG Frastanz (6/2/-) und der USS Dornbirn (5/5/2). Insgesamt durften sich 22 verschiedene Vereine über zumindest eine Medaille freuen, für 14 Vereine gab es zumindest einen Meistertitel.

Marlene Pribitzer war in Neu Dehli erstmals im Weltcup im Einsatz. Paulitsch
Marlene Pribitzer war in Neu Dehli erstmals im Weltcup im Einsatz. Paulitsch

Mathis und Pribitzer im Weltcup

Beim Weltcup in Neu Dehli belegte Mathis in der KK-Dreistellung mit 1162 Ringen (385 Knieend, 398 Liegend und 379 Stehend) den 43. Platz und verfehlte die Finalteilnahme der Top-8-Schützen um 16 Ringe. Im Luftgewehr erreichte Mathis im MQS-Bewerb (außer Konkurrenz) 624,7 Ringe.
Pribitzer belegte bei ihrer ersten Weltcupteilnahme mit 621,5 Ringen Rang 48 unter 101 Schützinnen im Luftgewehrbewerb und erreichte im MQS-Bewerb der KK-Dreistellung 1153 Ringe (384 Knieend, 395Liegend und 374 Stehend).