Austria Lustenau in Wr. Neustadt oder „Wenn die Freundschaft ruht“

Sport / 03.03.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Austria-Trainer Gernot Plassnegger (ganz rechts) und Wr. Neustadt Gerhard Fellner (Zweiter von rechts) drücken zusammen die Schulbank beim UEFA-Pro-Lizenz-Kurs. gepa
Austria-Trainer Gernot Plassnegger (ganz rechts) und Wr. Neustadt Gerhard Fellner (Zweiter von rechts) drücken zusammen die Schulbank beim UEFA-Pro-Lizenz-Kurs. gepa

Zusammen auf der Schulbank für die UEFA-Pro-Lizenz, heute am Spielfeldrand: Plassnegger und Fellner.

Lustenau Am Montag traf man sich in Schielleiten, drückte zusammen die Schulbank und heute werden sich Gernot Plassnegger (40) und Gerhard Fellner (48) wieder die Hände schütteln. Weil beide derzeit den UEFA-Pro-Lizenz-Kurs absolvieren, wird man sich bis zur Abschlussprüfung im Oktober noch öfters begegnen. Man ist befreundet und schätzt sich. Heute aber wollen die beiden ehemaligen Bundesligaspieler an der Seitenlinie jeweils ihre Mannschaft im Vorwärtsgang sehen. „Für die 90 Minuten ruht die Freundschaft“, bringt es Gernot Plassnegger vor dem Aufeinandertreffen in Wr. Neustadt auf den Punkt. Deshalb war das heutige Spiel während der drei Kurstage nie ein Thema in den Gesprächen untereinander.

„Während der 90 Minuten auf dem Platz wird unsere Freundschaft ruhen.“
Gernot Plassnegger
Trainer SC Austria Lustenau


Plassnegger aber machte sich natürlich seine Gedanken, zumal beim ersten Spiel noch nicht alles nach Wunsch geklappt hat. „Leidenschaft, Wille und Kämpferherz waren erkennbar, aber wir haben nicht wirklich Fußball gespielt. Deshalb müssen wir schnellstens die Fehler abstellen“, sagt der Steirer. Kein Wunder, überzeugte seine Mannschaft im Herbst auch durch ihre spielerische Qualität.
In personeller Hinsicht fehlt der Austria noch die Spielgenehmigung für den Jamaikaner Amoy Brown, dennoch hat der 22-Jährige die Reise nach Wr. Neustadt mitgemacht. In Sachen Aufstellung hält sich Plassnegger gewohnt bedeckt. Möglich aber, dass Alexander Ranacher für Lucas Barbosa in die Startelf rückt.

Großer Respekt

Im Lager der Niederösterreicher hat man großen Respekt vor der Austria, wie Coach Fellner im VN-Telefonat bestätigte. „Die Austria hat eine gute Mannschaft, ist ein gut geführter Verein. Jeder Trainer möchte gerne in Lustenau arbeiten.“ Voll des Lobes ist er auch über seine drei Altach-Leihgaben, Michael Cheukoua (22), Johannes Tartarotti (19) und Volkan Akyldiz (24). Allerdings ist Tartarotti leicht angeschlagen und noch fraglich. Bei Akyildiz hingegen, der erst im Winter zur Mannschaft gestoßen ist, will Fellner nichts überstürzen.