Dornbirnerin spielt diese Saison in Schweizer Bundesliga

13.08.2019 • 11:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Platz genommen hat Sarah Klotz schon mal im Heimstadion des FC Luzern. HEPBERGER/4

Sarah Klotz spielt in dieser Saison für den FC Luzern in der Schweizer Frauen-Bundesliga.

LUZERN Es ist einer der ersten Besuche aus der Heimat, als ich Sarah Klotz kürzlich in ihrer neuen Heimat besuchen durfte. Wir treffen uns am Fußballplatz, wie könnte es bei einer Fußballerin anders sein. Hinter der 16.000 Zuschauer fassenden Heimspielstätte des FC Luzern etwas außerhalb des Stadtzentrums steht eine kleinere Tribüne, davor eine Leichtathletikbahn und ein Fußballplatz. Hier tragen die Frauen des FC Luzern normalerweise ihre Heimspiele aus. Normal deshalb, weil Luzern zum Saisonauftakt gegen den FC Basel ins nahegelegene Kriens ausweicht und die Partie dort auf Kunstrasen stattfindet. 1000 Zuschauer sind das Ziel der Innerschweizer für das Eröffnungsspiel. Eine Kulisse, die nicht alltäglich ist. Denn im Schnitt kommen ca. 250 Besucher zu den Spielen der höchsten Schweizer Liga.

Umso wichtiger ist die optimale Vorbereitung, um dann an diesem 15. August bereit zu sein. Und auf diese blickt die 21-jährige Dornbirnerin bislang sehr positiv zurück. „Das Team harmoniert sehr gut, und vom Trainer gibt es wertvolle Inputs. Da es wenig Veränderungen im Team gab, funktionieren auch die Abläufe bereits recht gut. Wir Neuen werden sicherlich noch etwas Zeit benötigen, bis wir uns an den neuen Spielstil gewöhnt haben und die Spielweise des Teams kennen. Aber wir versuchen die Zeit bis zum Saisonstart optimal zu nutzen.“ Beim ersten Testspiel gegen eine Bubenauswahl gab es einen klaren 8:1-Erfolg. Die Außenläuferin aus dem Ländle stand in der Startelf: „Ich denke, wir können mit diesem ersten Spiel schon sehr zufrieden sein.“

Wichtig für den Luzerner Neuzugang ist aber nicht nur der gute Start im Fußballteam, sondern auch in der neuen Umgebung. Einmal quer über den Platz gelaufen, treten wir in die Akademie des FC Luzern ein. Im dritten Stock befindet sich eine Vierer-WG, die sich Sarah Klotz mit einer Teamkollegin und zwei Burschen teilt. „Die Lage ist ideal. Ein Blick aus dem Küchenfenster und wir sehen direkt auf unseren Fußballplatz. Daher sind auch die Wege recht kurz, was es uns sehr einfach macht“, erklärt Sarah Klotz die Vorteile.

Ich habe hier wieder das Gefühl, wie ich es seit meiner Kindheit kenne.

Sarah Klotz, Fußballerin FC Luzern

Neben den Trainingseinheiten bleibt aber auch Zeit, um die schönen Ecken der Stadt kennenzulernen. Nach einer kurzen Zugfahrt steigt man direkt im Zentrum Luzerns aus und hat einen Blick auf eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Schweiz, der Kapellbrücke. Nur wenige Meter entfernt der schöne Blick auf den weitläufigen Vierwaldstättersee mit einer idyllischen Promenade. Hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, sich zu entspannen oder zu lernen. Denn Sarah Klotz steht im Prüfungsstress. Die letzten Prüfungen in ihrem Bachelorstudium Sportwissenschaft stehen auf dem Programm, und dementsprechend gibt es noch einiges zu lernen. „Ich lerne am liebsten irgendwo in einem Cafe und genieße es, alleine zu sein und mich auf das Wesentliche fokussieren zu können“, so die Dornbirnerin.

Ein neues Wohlfühlen

Nach nur zwei Wochen an ihrem neuen Wohnort hat sie selbstverständlich noch nicht alles entdeckt. „Ich probiere gerne neue Restaurants und Cafes aus und lasse mich überraschen.“ Und etwas, das sie sich für die nächsten Wochen auch vorgenommen hat, ist ein Ausflug auf den Pilatus, den Hausberg Luzerns. Die Berge geben auch den Ausschlag, weshalb es ihr hier so gut gefällt. „Ich fühle mich wie zu Hause. Auf der einen Seite der Vierwaldstättersee, auf der anderen Seite die Berge. Diese habe ich in Basel etwas vermisst. Nun habe ich hier wieder das Gefühl, wie ich es seit meiner Kindheit kenne.“

Sarah Klotz merkt man an, wie gut es ihr hier gefällt und wie sehr sie sich auf den Saisonstart freut. Die bisherigen Eindrücke vermitteln, dass es eine sehr erfolgreiche Saison für sie werden könnte. HFL