Trans Vorarlberg: Höllenritt vom Bodensee an den Arlberg

Sport / 24.08.2019 • 10:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei der achten Auflage des Kultevents werden über 600 Triathleten aus 15 Nationen am Start sein. VN/DS

Am Sonntag um 8 Uhr fällt in Bregenz der Startschuss zum Trans-Vorarlberg-Triathlon vom Bodensee nach Lech.

bregenz Bereits zum achten Mal findet am Sonntag der Trans-Vorarlberg-Triathlon seit dem Revival im Jahr 2012 statt. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten wird dabei wieder eine Staatsmeisterschaft auf der Mitteldistanz im Ländle ausgetragen. Über 500 Profi-, Amateur- und Hobbysportler werden die 1,2 km lange Schwimmstrecke im Bodensee, die anspruchsvollen 93 km Radfahren mit rund 2000 Höhenmetern durch den Bregenzerwald über den 1675 Meter hoch gelegenen Hochtannbergpass nach Lech sowie einen 12 km langen Crosslauf in Angriff nehmen.

Lokalmatadore wollen aufzeigen

Bei den Herren gehört der dreimalige Trans-Vorarlberg-Sieger Thomas Steger sicher zu den großen Gejagten, aber auch die beiden Vorarlberger Martin Bader und Maximilian Hammerle wollen um den Staatsmeistertitel mitmischen. „Momentan dreht sich bei mir alles um meine Zwillingsmädchen, die halten mich mehr auf Trab als das Training. Der Trans ist meine Lieblingsveranstaltung, bestens organisiert, eindrucksvolle Landschaft, herausfordernde Strecke und das Heimpublikum. Ich verspreche, ich werde alles, was möglich ist, aus mir herausholen. Natürlich würde ich gerne wie 2017 in Lech auf dem Podest stehen. Wir werden sehen, ich freue mich auf alle Fälle auf das Rennen“, zeigt sich der Dornbirner Bader motiviert für sein Heimrennen.

Neben Bader will auch der Lauteracher Maximilian Hammerle nach seinem fünften Rang im Vorjahr den Sprung aufs Podest schaffen. „Ich freue mich mächtig auf das Rennen in der Heimat. Auf der Radstrecke durch den Bregenzerwald trainiere ich sehr viel. Meine Motivation ist auch die tolle Zuschauerkulisse. Heuer ist der Trans sehr stark besetzt. Es wird ziemlich eng werden um die vorderen Plätze, Ziel ist aber trotzdem ein Top-5-Platz in der Gesamtwertung und eine ÖM-Medaille. Dies wird nicht einfach, allerdings ist meine Form, welche ich in Richtung Ironman Wales am 15. September aufbaue, schon recht gut“, so der ehemalige Fahrer von Team Vorarlberg Santic.

Überfliegerin Ryf als Maß der Dinge

Bei den Damen ist die Schwarzenbergerin Bianca Steurer als Vorjahressiegerin klare Favoritin auf den Meistertitel auf der Mitteldistanz. „Ich freue mich wieder riesig auf das Heimrennen mit tollen Leuten rund um das ganze Event. Für mich bisher immer ein sehr emotionales Rennen und daher auch eines meiner absoluten Lieblingsrennen im Jahr. Ich werde versuchen, den Abstand zur amtierenden Weltmeisterin Daniela Ryf so gering wie möglich zu halten. Somit habe ich einen Anhaltspunkt, wie es um meine Form für die Ironman 70.3 WM in Nizza, bei der die Schweizerin auch am Start steht, bestellt ist“, so Steurer.

Neben den Österreichischen und Vorarlberger Meisterschaften wird beim Trans Vorarlberg erstmals im Rahmen des ÖTRV AGE Group EM-Qualifikationsbewerbs um Startplätze für die EM gekämpft. SB