Austria Lustenau: Trotz Personalsorgen auf Sieg aus

Sport / 08.11.2019 • 08:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Austrias Mittelfeldmann Christoph Freitag trotzt den Problemen mit dem Schambein und wird gegen Amstetten auflaufen. GEPA

Cheftrainer Roman Mählich muss auf wichtige Stammkräfte verzichten.

Lustenau Bevor es in die letzte Länderspielpause dieses Jahres geht, muss Austria Lustenau den harten Gang nach Amstetten antreten. In Niederösterreich erwartet die Elf von Roman Mählich mit dem ÖFB-Cup-Viertelfinalisten eine denkbar schwere Aufgabe, auch weil man im Lager der Lustenauer aktuell nicht grad vom Glück verfolgt wird, was die personelle Situation betrifft, denn neben den Langzeitverletzten Patrik Eler (Knie) und Christian Schilling (Syndesmoseband) füllen Pius Grabher (Seitenbandriss im Knie) und Tormann Kevin Kunz (Bauchmuskelzerrung) das grün-weiße Lazarrett auf. Dazu dürfen Matthias Morys und Marco Krainz in Niderösterreich nicht mitwirken, beide erhielten bei der 2:3-Niederlage gegen Wacker Innsbruck die fünfte gelbe Karte und sind gesperrt. Weiters plagt Christoph Freitag eine Schambeinentzündung. Doch der Mittelfeldmotor, aktuell zwischen den Spielen immer wieder in Behandlung in Salzburg bei Physiotherapeut Franz Leberbauer, beißt auf die Zähne und wird spielen. Trotz dünner Personaldecke will Roman Mählich keinesfalls jammern. „Natürlich ist es schade, dass einige Spieler, die zuletzt gut gespielt haben, ausfallen. Aber jetzt können die Jungs, die zuletzt in der zweiten Reihe waren, ihre Chance nützen“, erklärt der Coach und gibt auch in Amstetten seinen Spielern mit, auf Sieg zu spielen. „Die Ausgangssituation ist klar, wir brauchen und wollen drei Punkte, und wir haben auch die Mannschaft dazu, diesen Sieg einzufahren“, so Mählich.

Teamnews

SC Austria Lustenau

Aufstellung (4-2-3-1) Schierl; Lageder, Feyrer, Stumberger, Pirkl; Tiefenbach, Freitag; Ranacher, Mayer, Canadi; Ronivaldo

Ersatz Zivanovic; Brown, Grujcic, Ofori, Osmani

Es fehlen Morys, Krainz (beide gesperrt), Eler, Schilling (beide rekonvaleszent), Kunz (Bauchmuskel), Grabher (Seitenbandeinriss)

Statistik2 Liga-Duelle gegen Amstetten – 2 Siege, Torverhältnis: 6:3. Heim: 1-0-0 – 3:1. Auswärts: 1-0-0 – 3:2

Jetzt können die Jungs, die zuletzt in der zweiten Reihe waren, ihre Chance nutzen.

Roman Mählich, Cheftrainer SC Austria Lustenau

Stabile Defensive gefragt

Offensivspieler wie der Jamaikaner Amoy Brown oder Marcel Canadi haben zuletzt nach ihren Einwechslungen schon gezeigt, dass man auf sie zählen kann. Der wichtigste Aspekt in Amstetten wird wohl, trotz aller Offensivstärke, die Defensive sein. Dieser muss es endlich gelingen, wieder einmal ein Match ohne Gegentor zu überstehen. Im Laufe der Saison gelang das überhaupt erst ein Mal: am 9. August siegte die Austria mit 2:0 bei den Young Violets Austria Wien. In den restlichen zwölf Partien kassierte man immer mindestens ein Gegentor. Insgesamt mussten die beiden Tormänner Kevin Kunz und Dominik Schierl 30 Mal den Ball aus dem Netz holen, das ist Rekord in der 2. Liga. VN-mkr