„Wir brennen auf das Cupspiel“

Sport / 02.02.2020 • 20:30 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Roman Mählich geht als Trainer der Lustenauer Austria voll motiviert in das Spieljahr 2020. Als erste steht das Viertelfinale im ÖFB-Cup gegen WSG Tirol an. <span class="copyright">GEPA</span>
Roman Mählich geht als Trainer der Lustenauer Austria voll motiviert in das Spieljahr 2020. Als erste steht das Viertelfinale im ÖFB-Cup gegen WSG Tirol an. GEPA

Im Lager von Austria Lustenau steigt die Vorfreude auf Cup-Viertelfinale und Saisonbeginn.

Markus Krautberger

Lustenau Seit dem 16. September 2019 ist Roman Mählich im Amt als Trainer von Austria Lustenau. In diesen 141 Tagen konnte sich der gebürtige Niederösterreicher schon ein gutes Bild des Klubs machen – und umgekehrt. Wobei Mählich vor allem das genaue Kennenlernen seiner Spieler in den Vordergrund stellt. Aus diesem Grund blickt der 48-Jährige positiv in die Zukunft seiner Mannschaft und den Saisonauftakt im Cup-Viertelfinale am nächsten Samstag (15 Uhr) im Planet Pure Stadion in Lustenau gegen WSG Tirol.

Herr Mählich, die Vorbereitungszeit endet für ihre Mannschaft in diesem Jahr etwas früher aufgrund des Cup-Schlagers gegen WSG Tirol. Kein schlechter Grund, oder?

Mählich Absolut nicht. Als wir es im Herbst bei Union Gurten klar machten, dass wir im ÖFB-Cup überwintern, hatte ich schon im Hinterkopf, dass wir in unserer Vorbereitungszeit ein klares Ziel haben auf das wir hin arbeiten. Und Ziele sind immer gut. Wir wollten uns über den Winter so herrichten, dass wir konkurrenzfähig sind. Und ich denke, dass ist uns auch gelungen.

Was rechnen Sie sich aus im Spiel gegen den Bundesligisten WSG Tirol?

Mählich Alles. Es liegt auf der Hand, dass es für jede Mannschaft das erste Pflichtspiel im Jahr 2020 ist. Das ist immer eine Standortbestimmung. Da es aber ein Cup-Viertelfinale und ein K.O-Match ist, muss man gleich alle Karten auf den Tisch legen. Wir wollen, nein, wir werden alles in die Waagschale werfen, um die Tiroler aus dem Bewerb zu kegeln.

Worauf wird es ankommen?

Von der Papierform her sind wir natürlich Außenseiter. Aber die Tatsache, dass wir ein Heimspiel haben, sehe ich als großen Vorteil für uns. Wenn es unserer Mannschaft gelingt, von Start weg unsere Fans ins Boot zu holen, dann können wir sehr unangenehm werden für die Tiroler. Dass dabei jeder einzelne Spieler am Platz das Maximum an Disziplin, Glauben und vor allem Mut an den Tag legen muss ist Voraussetzung.

Sie sind nun seit etwas mehr als vier Monaten bei der Austria. Ihr bisheriges Fazit?

Mählich Mir taugt es richtig hier. Das war eigentlich vom ersten Tag an so. Jetzt habe ich mittlerweile viel gesehen hier in Vorarlberg. Ein wunderbares Land. Zudem habe ich den Verein und die handelnden Personen besser kennen gelernt, und da passt aus meiner Sicht alles. Das Wichtigste aber: Ich habe meine Mannschaft noch besser kennen gelernt – und sie mich auch. Und da muss ich sagen, die Burschen sind alle charakterlich sehr in Ordnung und legen viel Fleiß an den Tag. All diese beschriebenen Dinge bilden eine Basis für eine hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf der Vorbereitung?

Mählich Bis Stand heute lief die Vorbereitung richtig gut, vor allem weil wir vom Wetter her begünstigt waren. Die Temperaturen im Ländle haben uns in die Karten gespielt. Wir haben gut auf Kunstrasen in Hohenems trainieren können und auch schon unserer Einheiten auf Naturrasen absolviert. Die Generalprobe mit dem 1:-Sieg über den FC Memmingen (Torschütze Lukas Katnik) ist auch geglückt. Von daher hätte es eigentlich nicht besser laufen können.

Die Austria muss im Cup-Viertelfinale auf ihren besten Angreifer Ronivaldo verzichten. Der Brasilianer unterzog sich einer Leistenoperation. <span class="copyright">GEPA</span>
Die Austria muss im Cup-Viertelfinale auf ihren besten Angreifer Ronivaldo verzichten. Der Brasilianer unterzog sich einer Leistenoperation. GEPA

Und wobei hat es gehakt?

Mählich Naja, wir haben den verletzungsbedingten Ausfall von unserem besten Stürmer Ronivaldo hinnehmen müssen. Ehrlich gesagt, ich hätte sofort das gute Wetter gegen einen fitten Ronivaldo eingetauscht. Aber wir haben es mittlerweile akzeptiert und hoffen, das er bald wieder zur Mannschaft zurückkehrt.

Dazu gab es auch eine Fluktuation im Kader. Erfahrene Spieler wie Matthias Morys, Marco Krainz oder Kevin Kunz haben den Klub verlassen.

Mählich Dazu gab es auch eine Fluktuation im Kader. Erfahrene Spieler wie Matthias Morys, Marco Krainz oder Kevin Kunz haben den Klub verlassen.
Mählich Diesbezüglich haben wir im Verein gemeinsam die Entscheidungen getroffen, uns von diesen Spieler zu trennen. Das hatte zum einen mit wirtschaftlichen Faktoren zu tun, zum anderen auch mit sportlichen. Dennoch sehe ich den Kader der Austria absolut konkurrenzfähig für die 2. Liga.

Wie lauten die Ziele für die Meisterschaft?

Mählich Erstens: Ich kann die Tabelle lesen. Und obwohl wir auf Platz fünf stehen ist der Abstand auf die Abstiegsplätze geringer als der zur Tabellenspitze. Daher sollten wir so schauen, uns so schnell als möglich noch weiter von den hinteren Rängen abzusetzen.

Schielen Sie dennoch noch nach ganz oben?

Mählich Unsere Spielauslosung könnte, mit Betonung auf „könnte“, uns vielleicht entgegen kommen. Nach dem Cup haben wir das große Ländle-Derby gegen FC Dornbirn zuhause während Klagenfurt und Ried gegeneinander spielen. Und danach fahren wir nach Ried. Vielleicht können wir bei optimalen Verlauf die Favoriten noch ins Grübeln bringen. Und mit dieser Einstellung werden wir unsere kommenden Aufgaben auch angehen – alles andere wäre sportlich kein Anreiz für uns.

Fussball

ÖFB-Cup-Viertelfinale

SKN St. Pölten – Wacker Innsbruck Freitag, 7. Februar

NV Arena, St. Pölten, 18 Uhr

Austria Lustenau – WSG Swarovski Tirol Samstag, 8. Februar

Planet Pure Stadion, Lustenau, 15 Uhr

LASK Linz – SK Sturm Graz Samstag, 8. Februar

Stadion der Stadt Linz, 18 Uhr

AKU Amstetten – RB Salzburg Sonntag, 9. Februar

Ertl-Glas-Stadion, Amstetten, 18 Uhr