Zwischenbrugger-Tor rettet Altach das Heimremis

Sport / 06.06.2020 • 19:00 Uhr
Zwischenbrugger-Tor rettet Altach das Heimremis
Mit einem Schlenzer ins rechte Eck rettete Jan Zwischenbrugger den Heimischen einen Punkt. GEPA

Eine lange Zeit enttäuschende Leistung im Heimspiel gegen die WSG Wattens brachte dem Cashpoint SCR Altach am Ende wenigstens noch einen Punkt. Wie schon in Mattersburg gab es auch im Heimdebüt der Quali-Runde nur ein 1:1.

Altach Als die Altacher das Stadion durch die Rettungsausfahrt betreten, hatte sich schon längst ein Gewitter über dem Rheindorf zusammengebraut. Im Regen mussten dann Kapitän Martin Kobras, der in die Mannschaft zurückkehrte, und Co. den Einlauf der Tiroler abwarten, die ganz normal den Spielertunnel durchliefen. Coronazeit erfordert eben besondere Maßnahmen. Deshalb waren auch nur 175 Leute im Stadion zugelassen, inklusive den beiden Mannschaften. Neben Kobras ließ Trainer Alex Pastoor noch zwei Neue gegenüber dem Mattersburg-Spiel auflaufen. Für den gesperrten Emanuel Schreiner kam Daniel Nussbaumer in die Mannschaft und Anderson verteidigte rechts für Manuel Thurnwald.

Dünne Fußballkost

Sportlich erwischte die arg gebeutelte WSG Wattens den besseren Start. Vor allem der flinke Florian Rieder bereitete den Hausherren einiges Kopfzerbrechen, zudem provozierte Sturmtank Stefan Maierhofer immer wieder Foul-Situationen. Diese führten letztendlich zu einer Gelb-Orgie in den ersten 33 Minuten. Als letzten des SCRA-Trios erwischte es Jan Zwischenbrugger, der nur zwei Minuten zuvor für Alain Wiss eingewechselt worden war. Der Schweizer hatte einen Schlag auf die Hüfte erhalten. Dass zu diesem Zeitpunkt bereits wieder die Sonne schien, ließ dann doch auf etwas feinere Fuballkost hoffen.

Tipico Bundesliga

24. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – WSG Tirol 1:1 (0:0)

Cashpoint Arena, SR Schörgenhfer (V)

Torfolge: 51. 0:1 Petsos, 80. 1:1 Zwischenbrugger

Gelbe Karten: 19. Wiss, 28. Dabanli, 33. Zwischenbrugger (alle SCRA), 41. Maierhofer (WSG Tirol), 70. Schmiedl (Altach), 85. David Gugganig (WSG Tirol/alle Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-4-1-1): Kobras; Anderson (55. Thurnwald), Dabanli, Schmiedl, Karic; Meilinger (46. Fischer), Oum Gouet (73. Villalba), Wiss (31. Zwischenbrugger), Daniel Nussbaumer; Tartarotti; Gebauer (56. Sam)

WSG Tirol (4-4-2): Oswald; Fabian Koch, Soares, David Gugganig, Adjei; Rieder (69. Santin), Svoboda, Petsos, Walch (69. Buchacher); Yeboah (82. Neurauter), Maierhofer (61. Dedic)

Denn: Fußballerisch ließ die erste halbe Stunde schwer zu wünschen übrig. Weil Altach es nicht schaffte, sich Räume zu verschaffen. Weil über die Flügel wenig Druck erzeugt werden konnte. Die logische Folge war eine Nullnummer zur Pause.

Schock nach der Pause

Zur Pause blieb Marco Meilinger in die Kabine und machte Manfred Fischer Platz. Für den 24-Jährigen, der sich in die Spitze orientierte, ließ sich Johannes Tartarotti ein wenig zurückfallen. Doch Altach wirkte weiter verschlafen. So auch beim 0:1, als ein Yeboah-Flankenball von Anderson unglücklich abgefälscht wurde und Thanos Petsos vor die Füße fiel. Schlitzäugig zirkelte er den Ball dem am kurzen Pfosten stehenden Kobras durch die Beine. Altach reagierte von der Bank mit einem Doppeltausch Sam und Thurnwald für die enttäuschenden Anderson und Gebauer.

Und so begann Altach nach einer Stunde endlich richtig Fußball zu spielen. Eine erste Chance hatte sich durch Fischer ergeben, als er mit der Hake einen Pass von Sam verpasste (59.). Vor allem über rechts kam nur mehr Schwung und nach einem Sololauf von Thurnwald, schien Tartarotti nur noch den Ball über die Linie drücken zu müssen, doch Tirol-Kapitän Fabian Koch rettete in extremis (66.). Doch der Zwischenspurt verpuffte wieder, weil die Gäste konsequenter, entschlossener und ich den entscheidenden Situationen zielstrebiger wirkten. Ein Lattenkracher von Soares – per Kopf nach einem Eckball – unterstrich die Wahrnehmung (78.). Glück also für Altach, das durch Jan Zwischenbrugger die richtige Antwort darauf hatte. Nach schöner Vorarbeit von Daniel Nussbaumer schlenzte der 29-Jährige den Ball zum 1:1 in die Maschen (80.). Nicht einmal eine Minute später traf Sam von der Strafraumgrenze nur das Lattenkreuz (81.). Die Partie, die lange dahinplätscherte, nahm nun in der Schlussphase richtig Fahrt auf. Doch es blieb am Ende bei der Punkteteilung. Nach dem 1:1 in Mattersburg gab es auch beim Heimdebüt ein 1:1.