Tabakovic-Treffer nützte nichts

Sport / 29.11.2020 • 22:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Entscheidung in Klagenfurt: Benjamin Hadzic lässt mit seinem Seitfallzieher Lustenau-Tormann Domenik Schierl keine Chance und trifft zum Sieg für die „falsche“ Austria.gepa
Die Entscheidung in Klagenfurt: Benjamin Hadzic lässt mit seinem Seitfallzieher Lustenau-Tormann Domenik Schierl keine Chance und trifft zum Sieg für die „falsche“ Austria.gepa

Austria Lustenau verliert in Klagenfurt knapp mit 1:2.

Klagenfurt Das Topspiel der 2. Liga zwischen Austria Klagenfurt und dem Namensvetter aus Lustenau stand vor Spielbeginn im Schatten des tragischen Ablebens des Klagenfurter Sportpark-Managers. Gerhard Unterköfler (53), der maßgeblich am Bau des Wörthersee Stadions mitwirkte, verstarb an den Folgen von Covid19. Beide Teams liefen daher mit Trauerflor auf.

Blitzstart der Gastgeber

Der Auftakt ins Match hatte es in sich. Nach genau 35 Sekunden zappelte der Ball schon im Netz des Lustenauer Tores. Die Austria-Hintermannschaft konnte den Ball nicht entscheidend klären, Patrick Greil nutzte dies und traf mit einem satten Schuss aus 17 Metern zur Führung. Das Team von Austria-Trainer Alexander Kiene, der seinen Topstürmer Haris Tabakovic nach überstandener Covid-Erkrankung von Beginn an aufstellte, hatte in Folge an dem Rückstand zu knabbern. Die Kärntner diktierten das Spiel klar und kamen durch Greil zur nächsten Chance (8.). Doch war Austria-Goalie Domenik Schierl auf dem Posten. Mit Fortdauer stabilisierte sich die Kiene-Elf, der Weitschuss-Versuch von Fabian Gmeiner (21.) weckte die Gäste aus Vorarlberg endgültig auf. Danach deutete Tabakovic (21.) erstmals seine Gefährlichkeit per Kopf an. Nach einer wunderbaren Kombination über die rechte Seite war der Schweizer nach Flanke zur Stelle, scheiterte nur knapp. Bevor es aber zum verdienten Ausgleich kam, verdankten die Grün-Weißen ihrem Goalie, dass man nicht mit 0:2 in Rückstand geriet. Dario Pecirep (30.) tauchte alleine vor Schierl auf, der aber sein Team großartig im Spiel hielt. Tabakovic (34.) dankte es ihm kurze Zeit später. Die perfekte Flanke von Gmeiner drückte der Goalgetter in die Maschen zum Ausgleich. Kurz vor der Pause (41.) hätte der 26-Jährige beinahe die Führung erzielt. Doch die Unparteiischen zeigten Abseits an. Eine fragwürdige Entscheidung.

Nackenschlag für Lustenau

Im zweiten Durchgang hatten die Vorarlberger den besseren Start. Doch entgegen dem Spielverlauf waren es die Hausherren, die erneut in Führung gingen. Nach Zuteilungsproblemen der Lustenauer Verteidigung im Strafraum kam Benjamin Hadzic (51.) aus kurzer Distanz zum Schuss und stellte auf 2:1. Ein Nackenschlag für die Elf von Austria-Trainer Kiene, von dem sich die Mannschaft bis zum Spielende nicht mehr erholte. Goalie Schierl hielt die Seinen gegen Pecirep (57.) zwar im Spiel, aber selbst konnte man sich keine Chancen mehr für den Ausgleich herausspielen. Auch weil die Klagenfurter routiniert agierten, immer wieder Tempo aus dem Spiel nahmen. „Das Abseitstor von Tabakovic war die Schlüsselszene, darüber ärgere ich mich. Nach dem neuerlichen Rückstand haben uns die Klagenfurter dann den Schneid abgekauft und richtig routiniert den Sieg heimgespielt. Ich hoffe, meine jungen Spieler haben daraus gelernt, wie man Spitzenspiele auch mal dreckig gewinnen kann“, erklärte Austria-Coach Kiene die Niederlage.

Haris Tabakovic sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich in Kärnten.gepa
Haris Tabakovic sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich in Kärnten.gepa

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