Warum Austria Lustenau um Lizenz für Bundesliga ansucht

Austria Lustenau sucht um Spielberechtigung für höchste Liga an. FC Dornbirn verzichtet darauf.
Lustenau, Dornbirn Der März bildet für Österreichs Klubs in der tipico Bundesliga und der 2. Liga jedes Jahr den Auftakt zum Lizenzierunsgprozesses. Für die Vereine gilt es, ihre wirtschaftlichen Unterlagen termingerecht bei der Bundesliga einzureichen. Mit dem gestrigen Tag mussten diese abgesendet werden. So geschehen auch bei den drei Ländleteams SCR Altach, FC Dornbirn und Austria Lustenau. Letzterer ist laut Medienberichten einer von fünf Klubs (FAC, Austria Klagenfurt, GAK, Wacker Innsbruck) der zweiten Liga, die auch einen Antrag für die höchste Liga eingereicht haben. Dies bestätigte Austrias Vorstandssprecher Bernd Bösch. „Wir sehen dies nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen möglich, sondern setzen damit ein positives Signal für die Zukunft der Austria“, erklärt Bösch, und ergänzt: „Wir wollen unseren eingeschlagenen Weg weitergehen“.
„Wir sehen dies nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen möglich, sondern setzen damit ein positives Signal für die Zukunft der Austria.“
Bernd Bösch, Vorstandsprecher Austria Lustenau
Guter Dinge
Die Spielberechtigung für die aktuelle Saison erhielt der Traditionsklub mit einer Ausnahmegenehmigung des Senat 3, „weil wir ja den Nachweis eines laufenden Bauprojektes (Stadionausbau) erbringen mussten. Daran hat sich aktuell nichts verändert, daher gehen wir auch davon aus, dass wir die Lizenz wieder erhalten“, so Bösch, der zudem erklärt, „dass in den nächsten Wochen die Bau-Einreichung für den Stadionausbau über die Bühne gehen wird“. Sportlich gesehen will sich Bösch aufgrund des elften Tabellenplatzes nicht weit hinauslehnen. „Von Aufstieg redet jetzt keiner. Trotzdem wollen wir wieder so schnell wie möglich eine gute Rolle in der Liga spielen“. Für den FC Mohren Dornbirn ist die Lizenzeinreichung für die Bundesliga kein Thema. Aus finanziellen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gründen haben die Rothosen laut Geschäftsführer Andreas Genser nur für die 2. Liga eine Lizenz für die Saison 2021/2022 beantragt.
Aufstiegsszenario
Nach aktuellem Stand der Tabelle gäbe es derzeit keinen direkten Aufsteiger. Nur Klubs, die auf Rang eins oder zwei stehen und über eine Lizenz verfügen, dürfen direkt aufsteigen. Der bestplatzierte Verein (inklusive erhaltener Lizenz) zwischen Rang drei und acht müsste in eine Relegation gegen den Letzten der Bundesliga um den Aufstieg spielen. VN-mkr/TK