Altach macht das halbe Dutzend voll

Sport / 12.12.2021 • 22:35 Uhr
Altach macht das halbe Dutzend voll
Altachs Noah Bischof und Ried-Torhüter Samuel Sahin-Radlinger mit einer unfreiwilligen Einlage. gepa

Eiszeit im Rheindorf: Das 1:2 in Ried war die sechste Niederlage in Folge für den Cashpoint SCR Altach.

Ried Noch einmal alles versucht – und am Ende geht es doch mit einer Niederlage in die Winterpause. Für den Cashpoint SCR Altach endete das Fußballjahr 2021 so, wie es begonnen hatte: mit einem Misserfolg. Ansonsten war zwischen dem 24. Jänner (0:2 gegen Salzburg) und dem 11. Dezember (1:2 in Ried) wenig Konstanz: neuer Sportchef, neuer Cheftrainer, ein Kaderumbruch und die Verabschiedung einer Klublegende (Martin Kobras). Doch die oft zitierte Weiterentwicklung ist mit Jahresende nicht zu spüren. Das Spiel in Ried war vielmehr ein Spiegelbild der letzten Monate.


Dabei wurde noch einmal alles versucht. Trainer Damir Canadi ließ Stefan Haudum sehr hoch attackieren und hatte David Bumberger als „Wachhund“ auf Stefan Nutz angesetzt. Eine taktische Ausrichtung, die bereits nach zwölf Minuten über den Haufen geworfen wurde. Denn Seifedin Chabbi entkam der SCRA-Abwehr und schob den Ball an Torhüter Tino Casali vorbei über die Linie. Rieds siebter Saisontreffer in den ersten 15 Spielminuten wirkte wie ein Schock für die Rheindöfler, die bis auf zwei Weitschüsse von Haudum in der ersten Hälfte harmlos blieben.

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Das sollte sich nach der Pause ändern, als mit Atdhe Nuhiu ein weiterer Stürmer für den schwachen Nosa Edokpolor eingewechselt wurde. Altach wirkte nun weitaus aktiver, das Pressing funktionierte als gesamte Mannschaft. Die offensivere Denkweise wurde schnell belohnt. Bumberger war es, der mit einem Weitschuss nach einer raschen Balleroberung für den Ausgleich sorgte (56.). Der erste Treffer seit 512 Minuten (24. Oktober) entlockte dem Torschützen Freudentränen – und er gab dem Team sichtlich Selbstvertrauen.


Doch stärker werdender Wind und zunehmender Schneefall in der Schlussphase ließen dieses wieder schwinden. Ried wurde nun stärker, erspielte sich Chancen. Allein Casali war es geschuldet, dass es nach 90 Minuten noch 1:1 hieß. Mit seinen Reflexen rettete der 26-jährige Schlussmann erst gegen Leo Mikic (79.) und dann gegen Nutz (82.). Beide waren vor ihm aufgetaucht, doch mit ihrem Abschluss an Casali gescheitert. In der Nachspielzeit dann der Nackenschlag für die Vorarlberger: Nach einem Wechselpass auf rechts leitete der Ex-Lustenauer Julian Wießmeier den Ball per Kopf weiter, und Ante Bajic reagierte im Duell mit Pape Alioune schneller. In Extremis spitzele er das Leder an Casali vorbei zum 2:1-Endstand ins Netz.