Die Erfolgswelle rollt weiter
Gestern im Super-G der Damen konnte Vorarlberg mit Ariane Rädler leider nicht reüssieren. Sie hatte den Nachteil der Startnummer eins. Und was später alle Läuferinnen kommentierten, war, dass der Kurs schwerer aussah als er dann wirklich war.
Genau das ist die Krux beim Super-G, weil man kein Training hat wie in der Abfahrt. Und deshalb sind einige Passagen vor dem Rennen sehr schwer einzuschätzen. Das konnte man bei Ariane auch sehen, dass sie viel zu rund um die Kurven zirkelte und dadurch eine mögliche vordere Platzierung verspielte.
Ganz anders dann Miriam Puchner, die von oben her schon voll attackierte. Sie wusste, dass ihre Qualitäten die schnellen Gleitpassagen waren, und diese spielte sie voll aus. Leider verzeichnete sie in den paar steileren Kurven mehrere Rutscher, und das kostete sie den Sieg.
Das Duell gegen die Schweiz haben wir gestern knapp verloren. Denn „der Besuch der alten Dame“ Lara Gut-Behrami war gestern unwiderstehlich. Wie man sie kennt, touchierte sie fast alle Tore und fuhr mit Abstand die engsten Radien. Man konnte das Adrenalin förmlich spüren, und man sah, dass es für Lara nur ein Ziel gab: den Sieg. Mit großem Vorsprung auf Puchner nahm sie das letzte Gleitstück in Angriff. Und diesen Vorsprung brauchte sie auch, denn er schmolz bis ins Ziel auf zwei Zehntelsekunden zusammen.
Nicht vergessen darf man aber Tamara Tippler, die mit einer respektablen Leistung knapp an der Bronzemedaille vorbeischrammte und unglückliche Vierte wurde.
„Im Super-G gibt es kein Training wie in der Abfahrt. Deshalb sind einige Passagen vor dem Rennen schwer einzuschätzen.“
Marc Girardelli
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Marc Girardelli zählt mit fünf Gesamt-Weltcupsiegen zu den erfolgreichsten alpinen Rennläufern im Skizirkus.
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