Ländle-Teams erhalten Lizenz und Zulassung

Sport / 13.04.2022 • 16:14 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ländle-Teams erhalten Lizenz und Zulassung
Vorarlbergs Vertreter im Profifußball haben ihre Lizenzen bzw. Zulassungen erhalten.

Sowohl Bundesligist SCR Altach als auch die Zweitligisten Austria Lustenau und FC Dornbirn bekommen Lizenz bzw. Zulassung erteilt.

Wien Gute Nachrichten aus der Bundeshauptstadt. Cashpoint SCR Altach und Austria Lustenau haben die Lizenz für die höchste Bundesliga für die nächste Saison in erster Instanz erhalten. Zudem darf sich auch der FC Dornbirn über die Zulassung für die zweithöchste Liga Österreichs ohne Auflagen freuen. Damit haben alle Ländleteams ihre wirtschaftlichen und infrastrukturellen Hausaufgaben erledigt und können sich getrost auf die nächste Saison freuen.

„Der Erhalt der Lizenz in 1. Instanz zeigt einmal mehr, dass der SCR Altach, nach zwei sehr herausfordernden Pandemiejahren, weiterhin ein kerngesunder Verein ist, und ist ein Beleg für die geleistete Arbeit aller Mitarbeiter im Verein.

Christoph Begle, Finanzleiter SCR Altach
Der SCR Altach zeigte zuletzt sportlich gute Leistungen, die Lizenz für die nächste Saison in der Bundesliga ist auch gekommen.<span class="copyright"> GEPA</span>
Der SCR Altach zeigte zuletzt sportlich gute Leistungen, die Lizenz für die nächste Saison in der Bundesliga ist auch gekommen. GEPA

„Der Erhalt der Lizenz in 1. Instanz zeigt einmal mehr, dass der SCR Altach, nach zwei sehr herausfordernden Pandemiejahren, weiterhin ein kerngesunder Verein ist, und ist ein Beleg für die geleistete Arbeit aller Mitarbeiter im Verein. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen bedanken, die am Erstellen der sehr umfangreichen Lizenzunterlagen mitgewirkt haben. Mein Dank gilt auch all unseren Partnern, Sponsoren, Fans und Mitarbeitern, die immer hinter uns gestanden sind und stehen”, erklärt Altachs Herr über die Finanzen, Christoph Begle.

Hürde genommen

Ebenso erfreut ist man in der Marktgemeinde Lustenau. „Die Auswirkungen der Coronakrise sind immer noch spürbar. Mit neuen regionalen Sponsoren, der Kooperation mit CSC und mit dem höchsten Zuschauerschnitt der Liga ist es uns trotzdem gelungen, die notwendigen Einnahmen nachzuweisen“, so Vorstandssprecher Bernd Bösch. „Wir sind sehr froh, dass wir nun auch diese Hürde geschafft haben. Das war kein leichtes Unterfangen“, erklärt Austrias Geschäftsführer Vincent Baur.

Zuletzt feierte man die weitere Kooperation mit Mohrenbräu, nun darf sich die Austria über die Lizenz für die Bundesliga freuen.<span class="copyright">SA</span>
Zuletzt feierte man die weitere Kooperation mit Mohrenbräu, nun darf sich die Austria über die Lizenz für die Bundesliga freuen.SA

„Die Auswirkungen der Coronakrise sind immer noch spürbar. Mit neuen regionalen Sponsoren, der Kooperation mit CSC und mit dem höchsten Zuschauerschnitt der Liga ist es uns trotzdem gelungen, die notwendigen Einnahmen nachzuweisen.“

Bernd Bösch, Vorstandssprecher Austria Lustenau

Sportlich noch einige Aufgaben

Wirtschaftlich passt also alles bei den Vorarlberger Klubs. Sportlich gibt es noch einige Hürden zu nehmen. So kämpft der SCR Altach weiterhin gegen den Abstieg, doch mit den zuletzt gezeigten Leistungen stehen die Zeichen gut, die Klasse zu halten.

Die Austria sieht sich aktuell im Fernduell mit dem FAC Wien um den Meistertitel der 2. Liga, der gleichzeitig auch den Aufstieg in die Bundesliga bedeuten würde. Sieben Runden sind noch zu absolvieren, die Lustenauer führen die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem FAC an.

Der FC Dornbirn befindet sich sportlich in gefährlicher Zone, rangiert auf dem vorletzten Tabellenplatz. Unter der Woche wurde bekannt, dass es durch den Ausstieg der Juniors OÖ nur einen Absteiger geben wird, diesen Platz hätte aktuell der FCD inne. Doch durch die Lizenzverweigerung der Bundesliga an SKN St. Pölten und Wacker Innsbruck besteht durchaus die Möglichkeit, dass es in diesem Jahr keinen sportlichen Absteiger geben wird.

Traditionsverein in der Klemme

Austria Wien wurde sowohl die Lizenz zur Bundesliga als auch die Zulassung für die Young Violets in der zweiten Liga verweigert. Als Gründe führte der Senat 5 finanzielle und rechtliche Versäumnisse an.

Nächster Rückschlag für Austria Wien. Der Traditionsverein erhält wie schon letztes Jahr keine Lizenz für die Bundesliga.
Nächster Rückschlag für Austria Wien. Der Traditionsverein erhält wie schon letztes Jahr keine Lizenz für die Bundesliga.

Gegen den Senat-5-Beschluss können Lizenz- bzw. Zulassungsbewerber bestimmungsgemäß innerhalb von acht Tagen beim Protestkomitee (schriftlichen) Protest erheben, die Frist endet heuer am Donnerstag, dem 21. April 2022. Es gilt lt. den Lizenz- und Zulassungsbestimmungen eine eingeschränkte Neuerungserlaubnis: „Neues Vorbringen und neue Beweismittel sind nur bis zum Ablauf der Protestfrist zulässig. Änderungen des geprüften Jahresabschlusses oder betragsmäßige Änderungen der Budgetpositionen … sind jedoch unzulässig.“ Die Entscheidung des Protestkomitees wird heuer bis Mittwoch, 27. April 2022, getroffen. Damit ist das Verfahren bzw. der Instanzenweg innerhalb der Bundesliga abgeschlossen.

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