Standpauke und zwei Saisonpremieren

Sport / 18.04.2022 • 20:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So unterschiedlich kann Torjubel aussehen – endlich: Cem Türkmen eröffnete den Trefferreigen im Derby zugunsten der Lustenauer Austria mit seinem ersten Ligator.gepa/3
So unterschiedlich kann Torjubel aussehen – endlich: Cem Türkmen eröffnete den Trefferreigen im Derby zugunsten der Lustenauer Austria mit seinem ersten Ligator.gepa/3

Austria gewinnt einseitiges Derby 4:0 – Lustenau-Kapitän Matthias Maak verlängert bis 2024.

Lustenau Perfekter Abschluss des Osterwochenendes für die Lustenauer Austria. Mit einem 4:0-Erfolg gegen Dornbirn bleibt man Tabellenführer, zudem bleibt Matthias Maak weiter an Bord. Der 29-jährige Kapitän der Grün-Weißen verlängerte seinen Vertrag bis 2024. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagte Maak, der mit seinen Kollegen dem „Idealfall Bundesliga­aufstieg“ mit dem 18. Saisonsieg ein weiteres Stück nähergekommen ist. Auch wenn der FAC weiter dranbleibt, weil die Floridsdorfer den GAK mit 2:1 besiegten.

In der Pause wurde es laut

Dabei war Coach Markus Mader zur Pause alles andere als zufrieden. Deshalb gab es trotz 1:0-Führung eine Standpauke zur Halbzeit. „Nach einem guten Start sind wir zu arrogant aufgetreten“, lautete seine Kritik. „So darf man nicht auftreten, die Ballverluste im Mittelfeld haben mir nicht gefallen. Das haben wir in der Kabine lautstark angesprochen. Nach der Pause war es besser.“ Von Dornbirn-Coach Muhammet Akagündüz gab es nach dem Spiel Kritik an der Sicherheit im Stadion („Wie im Wilden Westen“), für die Austria hingegen hatte er Lob. „Individuell die stärkste Mannschaft der Liga. Da kann man schon mal verlieren. Ob die Niederlage so hoch ausfallen hätte müssen, sei dahin gestellt.“ Dieser Meinung waren auch die Spieler Florian Prirsch (23) und Aaron Kircher (30). „Nach dem 0:1 hatten wir gute Ballstafetten, und dann bekommen wir kurz nach der Pause ein Gegentor, das wohl nur einmal in der Saison so fällt“, meinten beide unisono.

Im Spiel selbst übernahm die Austria sofort das Kommando, während Dornbirn – mit neuer Innenverteidigung gegenüber der Liefering-Partie – vorerst abwartend agierte. Trotz der Feldüberlegenheit gelang es den Grün-Weißen in den ersten 25 Minuten nicht, Druck auf das von Lucas Bundschuh gehütete FCD-Tor auszuüben. Zudem leistete man sich leichte Ballverluste, die von Dornbirn nicht ausgemünzt wurden. So war es Austrias Bestem, Muhammed Cham, vorbehalten, das Tempo zu erhöhen und ideal für Cem Türkmen aufzuspielen. Letzterer traf aus 18 m zum 1:0 (26.). Weil sich nach 36 Minuten Bundschuh ohne Fremdverschulden am Fuß verletzte und ausgewechselt werden musste, waren es für Dornbirn gebrauchte erste 45 Minuten.

Die zweite Halbzeit begann etwas verzögert, weil das Tornetz vor der Gästetribüne noch ausgebessert werden musste. Mit Anpfiff dann blieb alles beim Alten: Die Austria, jetzt mit Wallace für Anderson, war sofort wieder Herr am Platze. Dennoch fiel der Treffer zum vorentscheidenden 2:0 praktisch aus dem Nichts. Nach einem abgewehrten Angriff und einem Einwurf war es Einwechselspieler Wallace, dessen von Martin Krizic abgefälschter Schuss zur Bogenlampe wurde und alle, inklusive FCD-Torhüter Maximilian Lang, überraschte (50.). Es sollte die Vorentscheidung in einem Spiel sein, in dem Jan Stefanon (23) und Cem Türkmen (20) endlich ihre ersten Saisontreffer erzielten. Und in dem Coach Mader ein glückliches Händchen bewies: Türkmen für Adriel neu in der Mannschaft, Wallace und Stefanon eingewechselt – und alle trafen ins Tor. VN-cha

„Ich fühle mich wohl in Lustenau, fühle mich wertgeschätzt und gebe es mit Leistung zurück.“

Endlich: Wallace jubelt nach seinem ersten Tor seit 5. November 2021.
Endlich: Wallace jubelt nach seinem ersten Tor seit 5. November 2021.
Endlich: Jan Stefanon erzielte seinen ersten Saisontreffer.
Endlich: Jan Stefanon erzielte seinen ersten Saisontreffer.

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