“So hat es keine Zukunft”

Sport / 28.04.2022 • 16:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
"So hat es keine Zukunft"
Darijo Grujcic zog einen Schlußstrich unter das Kapitel Wacker Innsbruck.gepa

Traditionsklub wurde die Spielgenehmigung aus finanziellen Gründen verwehrt. Daher verläßt Darijo Grujcic den Klub.

Innsbruck Die monatelangen Turbulenzen rund um Wacker Innsbruck sind nicht spurlos an Darijo Grujcic vorbeigegangen. Der 22-Jährige, seit Sommer 2020 in Tirol engagiert, sah sich gezwungen, den Klub zu verlassen.

Der Grund dafür: Ausstehende Gehälter und keine Perspektive für die Zukunft. Die Profiabteilung setzte vor einigen Wochem dem schwer verschuldeten Klub eine Frist, die Gehälter endlich zu bezahlen. Die Frist ist mittlerweile abgelaufen und erlaubt nun Profis der ersten Mannschaft, den Klub per sofort ablösefrei zu verlassen. Dies ging einher mit der Entscheidung des Protestkomitees, Wacker Innsbruck auch in zweiter Instanz aus finanziellen Gründen keine Spielgenehmigung für die 2. Liga zu erteilen. Das Ständig neutrale Schiedsgericht entscheidet über die Zukunft von Wacker.

„Mein großes Ziel bleibt die Bundesliga. Ich denke schon, dass ich das Zeug dafür habe.“

Darijo Grujcic, Ex-Wacker Innsbruck-Spieler

Ein Schritt, der Grujcic zwar weh tut, den er aber für notwendig erachtet: „Es war schon alles sehr nervenaufreibend in den letzten Monaten. So gibt es für mich keine Zukunft in Innsbruck. Es kann ja nicht sein, dass ich mich als 22-Jähriger permanent mit finanziellen Dingen auseinandersetzen muss, wenn ich mich auf meine Karriere konzentrieren will.“ Dazu enttäuschend für den Verteidiger, dass sich noch kein Vereinsverantwortlicher persönlich bei ihm gemeldet hat. „Ich habe eine Mitteilung vom Verein bekommen, geredet hat keiner mit mir,“ so Grujcic, der jetzt noch seinen Grundwehrdienst in Innsbruck bis Ende Mai absolvieren und dann ins Ländle zurückkehren wird.

Ziel ist die Bundesliga

Zuerst wird er sich noch von der Mannschaft, bei der seine Kollegen Clemens Hubmann, Raphael Gallé und Fabio Markelic ebenfalls den Klub verlassen haben, verabschieden. Training wird der Innenverteidger keines mehr am Tivoli absolvieren. „Ich werde mich in den nächsten Wochen selbst fit halten und im Sommer dann eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht.“
Anfragen von neuen Klubs habe es schon gegeben, Namen wollte Grujcic keine nennen. „Das Wichtigste ist jetzt, dass ich einen nächsten Schritt in meiner Entwicklung mache. Dafür möchte ich zumindest bei einem Zweitligaklub engagiert sein, der um den Aufstieg mitspielt. Das große Ziel bleibt aber die Bundesliga. Ich denke schon, dass ich das Zeug habe, dort zu spielen.“