Ein Fußballfest ganz in grün-weiß

Sport / 22.05.2022 • 21:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der große Moment: Kapitän Matthias Maak jubelt mit Team und der Meistertrophäe.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Der große Moment: Kapitän Matthias Maak jubelt mit Team und der Meistertrophäe.gepa

Austria Lustenau feiert vor 6000 Zuschauern im Reichshofstadion eine riesige Meisterparty.

Lustenau Der 22. Mai 2022 wird in die grün-weißen Geschichtsbücher eingehen. Zum zweiten Mal in der langen Vereinshistorie nach 1997 bekam Austria Lustenau gestern den Zweitliga-Meisterteller, der eher einem Schild glich, überreicht. Um Punkt 19.02 Uhr stemmte Kapitän Matthias Maak die Trophäe, übergeben vom Vorarlberger Alex Schwärzler (Vorstand und Finanzen östereichischen Bundesliga), in den Himmel. Auf diesen Moment hat man nach dem Bundesligaabstieg 2000 im altehrwürdigen Reichshofstadion satte 22 Jahre lang warten müssen. Dementsprechend laut war der Jubel, als sich die Mannschaft dann aufmachte, sich gemeinsam mit den 6000 Fans feiern zu lassen.

„Das ist ein traumhafter Abschluss einer genialen Saison. Diese Truppe ist phänomenal.“

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau
Markus Mader bekam vom Voralberger Alex Schwärzler (Vorstand Finanzen österreichische Bundesliga) die Trophäe "Bester Trainer der Saison" überreicht.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Markus Mader bekam vom Voralberger Alex Schwärzler (Vorstand Finanzen österreichische Bundesliga) die Trophäe "Bester Trainer der Saison" überreicht.gepa

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Bereits Stunden vor Anpfiff der letzten Partie in der 2. Liga gegen die Young Violets Austria Wien strömten Anhänger per Fan-Marsch vom blauen Platz weg, vorwiegend gekleidet in den Meister-Trikots, ins Stadion. Dort rollte man auf der Nordtribüne ein Plakat mit Symbolwert aus: „Die Austria ist wieder da“ – und unterstrichen den Slogan mit lautstarker Unterstützung über die gesamten 90 Minuten und darüber hinaus.

Historische Saison

Die Mannschaft von Chef -und Meistertrainer Markus Mader zahlte es in Form eines tollen Spieles zurück. Die letzten 90 Minuten in Österreich zweithöchster Liga gingen Pius Grabher, der Matthias Maak vorerst als Kapitän vertrat, und seine Kollegen richtig engagiert ans Werk. Man wollte den 6000 frenetischen Austrianern unbedingt einen Sieg zum Abschluss schenken. Die Basis dazu legten Michael Cheukoua (11./37.) und Bryan Teixeira (44.) bereits in Durchgang eins. Als dann auch noch Haris Tabakovic (66.) mit seinem 27. Saisontreffer per Elfmeter den 4:0-Endstand herstellte, flog beinahe das Dach von der Nordtribüne.

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Mit dem Sieg und den 70 Punkten am Saisonende stellte die Austria auch gleich einen Rekord auf. Kein Aufsteiger davor schaffte, am Punkteschnitt gemessen, je mehr Zähler. „Ein traumhafter Abschluss einer genialen Saison“, so Coach Mader, der seiner Mannschaft nochmal Rosen streute: „Das Spiel heute hat genau den Charakter dieser Truppe gezeigt. Es ging um nichts mehr, aber alle wollten unbedingt den Sieg und sich so bei unseren tollen Fans verabschieden.“

Party, Party, Party

Großes Lob auch an die Fans, die den Platz nicht stürmten und so eine wunderbare Meisterehrung zuließen. Dafür wurde danach noch bis in Morgenstunden im Austria-Dorf umso heftiger gefeiert.